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A Nightmare on Elm Street und Scream: Horror-Regisseur Wes Craven ist tot

Bild: © pstockown43 - Fotolia.com

Wes Craven drehte mit der Scream- und der Nightmare on Elm Street-Reihe einige der erfolgreichsten Horrorstreifen der Filmgeschichte und verhalf nebenbei Schauspielern wie Johnny Depp und Neve Campbell zum Durchbruch. Jetzt ist der Regisseur im Alter von 76 Jahren in Los Angeles gestorben.

Wie seine Familie mitteilte, erlag der Filmemacher am Sonntagabend den Folgen einer Krebserkrankung. Craven hatte mit einem Hirntumor zu kämpfen. Seiner Schaffenskraft konnte dies jedoch bis zuletzt kaum etwas anhaben. Noch kurz vor seinem Tod arbeitete er an mehreren Kino- und TV-Projekten. Seine letzten vollendeten Werke waren „Scream 4“ und „My Soul To Take“, die 2011 und 2010 veröffentlicht wurden.

Vom Lehrer zum Horrorfilmer

INFO-BOX
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Die Filmreihe Nightmare bzw. A Nightmare on Elm Street (Originaltitel) ist eine populäre Horrorfilm-Reihe um einen Serienmörder namens Freddy Krueger, die inzwischen neun Kinofilme umfasst.
Craven, der vielen als König des Horrors galt, hatte denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Karriere im Filmgeschäft. 1939 geboren, wuchs er in einer streng gläubigen Baptisten-Familie auf, in der neben Dingen wie Alkohol und Zigaretten auch das Kino verpönt war. Nach seinem Studium der Philosophie arbeitete er deshalb für einige Zeit als College-Lehrer, bevor es ihn mit Anfang 30 zum Film zog. Einen ersten größeren Erfolg konnte Craven bereits mit seinem zweiten Film „The Last House on the Left“ erzielen, in dem Eltern von Vergewaltigungsopfern blutige Rache an deren Peinigern nehmen.

Mit dem 1984 veröffentlichten „A Nightmare on Elm Street“ gelang Craven ein Kassenschlager, der ihm gleichzeitig internationale Popularität einbrachte. Der Film spielte das 15-fache der Produktionskosten ein. Zwölf Jahre später konnte er diesen Erfolg noch einmal überbieten. Nach einigen weniger gefeierten Filmen holte „Scream“ das 17-fache der Kosten in die Kassen.

Craven auch abseits des Horrors erfolgreich

Obwohl Horror über die Jahre sein bevorzugtes Genre blieb, arbeitete Craven auch an weniger blutigem Stoff. Für ihre Leistung in seinem Drama „Music of the Heart“ wurde Meryl Streep für einen Oscar nominiert. Gleichzeitig war er auch selbst als Schauspieler aktiv und stand für mehrere Filme selbst vor der Kamera. Wes Craven hinterlässt drei Kinder und seine Frau Iya Labunka, mit der er seit 2004 in dritter Ehe verheiratet war.

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