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Westgate: Geiseln in Nairobi sollen gewaltsam befreit werden

Bild: wikimedia.org / World Trade Organization, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Das Einkaufszentrum Westgate in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist von Terroristen gestürmt worden. Diese nahmen alle Besucher der Anlage als Geiseln. Nach Angaben des Innenministeriums von Kenia handelt es sich bei den Tätern um Islamisten. Schon am Montag war es zu schweren Gefechten mit den Sicherheitskräften gekommen, bei der eine Vielzahl der Geiseln befreit werden konnte. Dabei sind nach verschiedenen Angaben auch sechs bis 15 der Täter getötet worden.

Endgültige Siegesmeldung kam zu früh

Bereits am Montag Abend hatten die kenianischen Behörden die Befreiung aller Geiseln und die totale Erstürmung des Gebäude-Komplexes vermeldet. Dies war offenbar zu voreilig: Auch am heutigen Dienstag berichteten verschiedene internationale TV-Sender vom Schauplatz des Geschehens, dass noch geschossen werde. Laut „CNN“ befinden sich auch noch islamistische Scharfschützen in dem Einkaufszentrum. Unklar ist, ob es noch Geiseln in dem Komplex gibt. Mitglieder der somalischen Al-Shabaab-Miliz, die offenbar für die Geiselnahme mitverantwortlich ist, erklärten, dass ihre Kämpfer vor Ort nach wie Menschen in ihrer Gewalt hätten. Diese seien noch am Leben. Kenias Innenminister Joseph Ole Lenku hatte kurz zuvor widersprochen. Man glaube, alle Geiseln befreit zu haben, erklärte er über den Kurznachrichtendienst „Twitter“.

Amerikaner und eine Britin offenbar unter den Tätern

Die kenianische Regierung geht nicht nur von afrikanischen Tätern aus. Außenministerin Amina Mohamed erklärte im US-Fernsehen, dass sich „zwei oder drei US-Amerikaner“ unter den Tätern befinden sollen. Dabei handele es sich um Männer im Alter von 18 oder 19 Jahren. Außerdem habe sie auch von einer Britin gehört, die so etwas „schon viele Male getan“ habe. Dies zeige „die globale Natur des Krieges“.

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