home Reise Stiftung Warentest: Buchung von Flügen über spezielle Buchungsportale oft umständlich, intransparent und teuer

Stiftung Warentest: Buchung von Flügen über spezielle Buchungsportale oft umständlich, intransparent und teuer

Bild: © NicoElNino - Fotolia.com

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Doch wer seinen Flug bei einem der großen Buchungsportale im Internet bucht, zahlt meistens drauf. Dies ist das zentrale Ergebnis eines aktuellen Tests der Stiftung Warentest. Wer stattdessen direkt bei der Airline bucht, kann teilweise kräftig sparen.

Flugpreis durch Servicegebühren nahezu verdoppelt

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Flugbuchungsportale
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Den ausführlichen Test zu den Flugbuchungsportalen inklusive Testtabelle finden Sie nach einem Klick auf "Mehr dazu" direkt auf den Seiten der Stiftung Warentest.
Sieben von insgesamt zehn getesteten Portalen erhielten von der Stiftung Warentest nur die Note „Ausreichend“, darunter große Namen wie „Expedia“, „Opodo“ oder „Fluege.de“, das zum insolventen Unister-Konzern gehört. Hauptkritikpunkte waren neben den hohen Kosten die Umständlichkeit der Nutzerführung und die Intransparenz der Preise. So würden Kunden Zusatzversicherungen und weitere Reisebausteine regelrecht aufgedrängt und teilweise unverschämte Servicegebühren verlangt. Diese erheben die Portale, weil sie von den Airlines keine Provisionen für die Vermittlung erhalten und somit auf anderen Wegen Einnahmen generieren müssen.

Als Beispiel nennt die Stiftung Warentest die Buchung eines einfachen Fluges von Berlin nach Rom über Opodo, der laut dem Vergleichsportal 47,49 Euro kosten sollte. Wer aber mit seiner Visa-Kreditkarte zahlen möchte, muss für die Zahlungsmethode zusätzlich 11,05 Euro plus eine Servicegebühr in Höhe von 31,50 Euro entrichten, sodass der Flug unter dem Strich plötzlich stolze 90,04 Euro und damit fast doppelt so viel wie ursprünglich angegeben kostet. Hohe Gebühren fallen ebenso für den populären Bezahldienst Paypal an. Die Tester kritisierten zudem die intransparenten und überzogenen Stornokosten vieler Portale – einige Anbieter zögern die Rückzahlung  außerdem bis zu sechs Wochen nach der Stornierung hinaus.

Fluggesellschaften schneiden durchweg besser ab

Die Portale der einzelnen Fluggesellschaften schnitten im Test durchweg besser als die Buchungsportale ab. So erhielten die Angebote von Lufthansa und Air Berlin die Gesamtnote „Gut“, Ryanair und Eurowings kamen immerhin noch auf ein „Befriedigend“. Lediglich Easyjet erhielt ebenfalls nur ein „Ausreichend“, da der Kunde hier weder ausreichend über die Stornierungsbedingungen aufgeklärt wird noch bei der britischen Airline den Schutz deutschen Vertragsrechts genießt. Die Stiftung Warentest rät deshalb in ihrem Fazit dazu, zunächst bei einem Buchungsportal die Preise für die gewünschte Verbindung zu recherchieren und den Flug selbst anschließend direkt auf der Seite der präferierten Fluggesellschaft zu buchen.

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