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Urlaubstours-Insolvenz: Das sollten Urlauber bei der Buchung von Flügen und Reisen über Unister-Portale jetzt beachten

Bild: © Jag_cz - Fotolia.com

Nachdem am Montag das Leipziger Internetunternehmen Unister nach dem überraschenden Tod seines Chefs Thomas Wagner Insolvenz angemeldet hatte, ist nun auch die erste Tochterfirma des Unternehmens in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte, hat heute auch die „Urlaubstours GmbH“ Insolvenz angemeldet. Viele Kunden der Unister-Reiseportale „fluege.de“ und „ab-in-den-urlaub.de“ fürchten nun, dass sie ihre bereits gebuchten Flüge und Reisen nicht antreten können.

Keine Zahlungen vor Erhalt des Sicherungsscheins leisten

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Die EU-Pauschalreiserichtlinien schreiben vor, dass jeder Reiseveranstalter Zahlungen von Kunden für eine Pauschalreise gegen Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz versichern muss. Ein Reiseveranstalter darf Zahlungen erst dann entgegennehmen, wenn er dem Reisenden zuvor einen Sicherungsschein ausgehändigt hat.
Sabine Breidel von der Verbraucherzentrale Sachsen kann zumindest bei den letztgenannten Portalen vorläufig Entwarnung geben. „Da die Internetportale fluege.de und ab-in-den-urlaub.de derzeit keine Insolvenz angemeldet haben, sind die mit den Kunden geschlossenen Verträge einzuhalten“. Auch wer über die Urlaubstours GmbH eine Pauschalreise gebucht hat, ist durch die Insolvenz auf der sicheren Seite.“

Reisende erhalten vor Urlaubsbeginn einen sogenannten Sicherungsschein vom Veranstalter als Beleg dafür, dass er sich für den Fall eines Konkurses abgesichert hat“, so Breidel. Der Sicherungsschein liegt üblicherweise den Reiseunterlagen bei. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Urlauber beim Veranstalter nachfragen und bis zum Erhalt des Scheins keine Zahlungen leisten. Urlaubstours will nach derzeitigem Stand jedoch alle gebuchten Reisen durchführen. Sollte diese dennoch nicht stattfinden, erhalten Urlauber den Reisepreis sowie etwaige Aufwendungen für eine Rückreise vom Versicherer zurück.

Urlauber sollten sich Risiken bewusst sein

Wer einen separaten Flug über das Portal „fluege.de“ gebucht hat, kann sich vorab zur Klärung an die jeweilige Fluggesellschaft wenden, die in diesem Fall vertraglicher Luftfrachtführer und Ansprechpartner des Fluggastes ist. Wie auch bei einer gebuchten Pauschalreise über „ab-in-den-urlaub.de“ gäbe es hier aber nur Probleme, wenn der Anbieter der Reise bzw. die Airline kein Geld vom jeweiligen Portal für die gebuchte Leistung erhalten hätte. Verbraucher sollten sich bei Buchungen über die beiden Unister-Portale allerdings dem Risiko bewusst sein, dass auch hier jederzeit die Insolvenz drohen könne. Buchungen über die Webseite der Urlaubstours GmbH sollten im Zuge der Insolvenz bereits jetzt nicht mehr vorgenommen werden.

One thought on “Urlaubstours-Insolvenz: Das sollten Urlauber bei der Buchung von Flügen und Reisen über Unister-Portale jetzt beachten

  1. wenn ult die reise 24 std vor antritt storniert, von wem bekomme ich mein geld zurück? ist das über den sicherungsschein abgesichert?
    verliere ich dann das geld weil es in die insolvenzmasse fliest?

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