home Sport DFB-Sportgericht: RB Leipzig kommt am grünen Tisch im DFB-Pokal weiter – kein Wiederholungsspiel

DFB-Sportgericht: RB Leipzig kommt am grünen Tisch im DFB-Pokal weiter – kein Wiederholungsspiel

Bild: wikimedia.org / Sail over / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Entscheidung ist gefallen. RB Leipzig steht in der nächsten Runde des DFB-Pokals, nachdem die Begegnung VfL Osnabrück gegen RB Leipzig beim Stand von 1:0 für den Drittligisten Osnabrück abgebrochen wurde. Die Begegnung wird nunmehr mit 2:0 für den Gast aus Leipzig gewertet.

Entscheidung am grünen Tisch

INFO-BOX
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Das DFB-Sportgericht ist das höchste Kontrollorgan im Deutschen Fußball Bund. Das Gericht kann Sanktionen gegenüber Vereinen erlassen, welche sich über ein breites Spektrum verteilen. Es ist zuständig in verbandsinternen „Strafverfahren“, welche Sanktionen gegen Vereine oder Spieler der höheren Ligen nachsichziehen.
Es kommt glücklicherweise selten vor, dass im deutschen Fußball eine Begegnung abgebrochen werden muss. In Osnabrück musste jedoch die Begegnung zwischen dem heimischen VfL und dem fokussierenden Club RB Leipzig in der 71. Minute abgebrochen werden, da der Schiedsrichter Martin Petersen Opfer eines Feuerzeugwurfs wurde. Das zuständige Sportgericht des DFB folgte den allgemeinen Erwartungen und kürte die Leipziger zum Sieger, obgleich der Gast zum Zeitpunkt des Spielabbruchs mit 1:0 im Rückstand gelegen hatte.

Der DFB begründete seine Entscheidung damit, dass die Verfahrens- und Rechtsordnung des Deutschen Fußballbundes für alle Vereine gleichbedeutend gelte und dass der VfL Osnabrück als Heimverein eine Verantwortung für seine Fans und Zuschauer im Stadion zu tragen habe. Der Spielabbruch wurde einem Fan des VfL Osnabrück zugeschrieben. Aus diesem Grund war eine Wiederholung des Spiels, wie sie vom Gast aus Leipzig vorgeschlagen wurde, ebenso wenig möglich wie eine Fortführung der letzten zwanzig Minuten der Begegnung.

Osnabrück prüft Einspruch

Der Vorschlag eines Wiederholungsspiels kam in schriftlicher Form von RB Leipzig. Der DFB erklärte jedoch die Ablehnung dieses Angebots damit, dass in diesem Fall die Rechtssicherheit der Handlungsweise des Verbandes verloren gehen würde. Eine Wettbewerbsgestaltung darf nicht abhängig gemacht werden vom Gutwillen der teilnehmenden Vereine. Überdies würde ein derartiges Verhalten der Manipulation Tür und Tor öffnen. Von Seiten des VfL wurde die Entscheidung erst einmal nicht kommentiert. Präsident Hermann Queckenstedt kündigte lediglich an, dass zunächst eine vereinsinterne Prüfung mit Juristen und Präsidiumskollegen erfolgen solle, da die Rechtsangelegenheit äußerst diffizil sei.

Eine Stellungnahme des nunmehr ausgeschiedenen VfL Osnabrück wird jedoch zeitnah erfolgen und dann wird auch entschieden, ob der Verein gegen das Urteil des DFB Protest einlegt oder nicht. RB Leipzig hat bereits angekündigt, dass die Entscheidung akzeptiert und damit die Angelegenheit als erledigt betrachtet wird. Der Fokus der Leipziger liege nun auf dem kommenden Spiel gegen Eintracht Braunschweig, welches hoffentlich über neunzig Minuten sportlich fair verlaufen wird.

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