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DFL bestätigt Abschaffung von Montagsspielen in der Fussball-Bundesliga ab 2021

Bild: pixabay.com / moerschy

Die bei den Fans ungeliebten Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga werden wieder abgeschafft. Dies bestätigte heute die Deutsche Fußball Liga (DFL). Ab der Saison 2021/22 wolle man darauf verzichten, so der Ligaverband in seinem Statement. „Stattdessen sind mit Blick auf die Starter in der Europa League pro Saison fünf weitere und damit insgesamt zehn Entlastungsspiele am Sonntag geplant“, so die DFL in ihrem Statement weiter. Zu genauen Spielzeiten wollte man sich noch nicht äußern. Eine vierte Anstoßzeit am Sonntag soll es aber nicht geben.

Ultra-Gruppen: Erneute Proteste am übernächsten Spieltag

Die Entscheidung wurde bereits Ende September auf dem letzten Treffen der 18 Erstligisten getroffen. Damit wollen die Klubs offenbar den seit langem schwelenden Streit mit den Fans beenden. Die umstrittenen Montagsspiele hatte die DFL erst zur vergangenen Saison eingeführt. Der TV-Vertrag sieht dazu fünf Spiele pro Saison am Montagabend mit der Anstoßzeit um 20.30 Uhr vor. Als Grund für die Montagsspiele nannte die DFL damals die „Entlastung der Europa-League-Starter“. Kommerzielle Interessen seien hingegen nicht ausschlaggebend gewesen.

Erst am gestrigen Dienstag hatten die Fan-Szenen einen bundesweiten Stimmungsboykott und Protestaktionen gegen Spiele unter der Woche für den 13. Spieltag angekündigt. Dieser findet vom 30. November bis zum 3. Dezember statt und beinhaltet mit der Partie 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen eines der umstrittenen Montagsspiele. „Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!“, hieß es in dem Statement, das von zahlreichen Ultra-Gruppen unterstützt wird. „Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starkem Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.“

Aktueller TV-Vertrag bringt Liga 4,64 Milliarden Euro

Schon in der Vergangenheit hatten zahlreiche Klub-Manager mit Verständnis für die Anhänger und ihre Proteste reagiert. Auch DFL-Chef Christan Seifert hatte erklärt, die Montagsspiele seien „nicht in Stein gemeißelt.“ Bis zum Ende des jetzt gültigen TV-Vertrags am 30. Juni 2021 wollen die Bundesligisten den daraus entstehenden Verpflichtungen aber uneingeschränkt nachkommen. Der Vertrag bringt der Liga einen Erlös von insgesamt 4,64 Milliarden Euro. Schon in der vergangenen Saison hatten Fangruppen beispielsweise in Mainz und Frankfurt teils originelle und kreative Proteste gegen arbeitnehmerunfreundliche Anstoßzeiten unter der Woche organisiert, für den sie sogar die Erlaubnis und Rückendeckung der Vereine bekamen.