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Fussball-Bundesliga: DFL erlöst 4,64 Milliarden Euro aus Live-Übertragungsrechten – Eurosport und Amazon erwerben Pakete

Bild: © dbunn - Fotolia.com

Die Vergabe der Medienrechte für Spiele der Ersten und Zweiten Bundesliga spült Milliarden in die Kassen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Der Verband hat heute die Partnerschaften für vier Spielzeiten ab der Saison 2017/2018 bekannt gegeben. Die meisten Rechte konnte sich dabei erneut der Pay-TV-Sender Sky sichern.

Sky, Eurosport und ZDF teilen sich Live-Übertragungen

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wurde am 18. Dezember 2000 als eigenständige GmbH gegründet. Seitdem ist der einzige Gesellschafter der DFL der Ligaverband. Die DFL unterteilt ihr operatives Geschäft in die Bereiche Spielbetrieb, Lizenzierung und Vermarktung, ihre Organe sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführer und der Aufsichtsrat.
Das Unternehmen wird weiterhin den größten Teil Spiele exklusiv in der Live-Übertragung haben. Ausgenommen sind davon 45 Bundesligaspiele, die nun von Eurosport ausgestrahlt werden sollen. Dabei handelt es sich um die Freitag- und jeweils fünf Sonntag- und Montagspiele. Eurosport wird außerdem die Relegation der Ersten und Zweiten Liga sowie den Supercup zeigen.

Kostenlose Live-Übertragungen wird es in den kommenden Jahren nur einige wenige geben. Im ZDF werden vier Bundesligapartien und der Supercup zu sehen sein. Darüber hinaus kann der Öffentlich-Rechtliche Sender die Relegationsspiele der Zweiten Liga ausstrahlen. Die gewohnten Zusammenfassungen der samstagabendlichen Sportschau der ARD und dem ZDF-Sportstudio bleiben erhalten. Die zeitversetzte Berichterstattung über die Ergebnisse der Sonntagsspiele übernimmt die ARD.

Neues gibt es auch bei der Verwertung im Online-Bereich. 40 Minuten nach Abpfiff einer Partie dürfen sogenannte Highlight-Clips der Spiele ins Netz gestellt werden. Dafür wird sich die Perform-Gruppe verantwortlich zeigen. Wer auf Bildmaterial verzichten kann und live dabei sein will, ist hingegen bei Amazon an der richtigen Adresse. Der Online-Händler hat sich die Übertragungsrechte für die Audioberichterstattung im Web gesichert. UKW-Übertragungen bleiben bei der ARD.

Nicht alle ausgeschriebenen Rechtepakete vergeben

Obwohl nicht alle Rechtepakete vergeben werden konnten, weil passende Angebote fehlten, kann sich die DFL über einen Einnahmenrekord freuen. Über die vier Spielzeiten bringen die Medienrechte insgesamt 4,64 Milliarden Euro ein. Im Vergleich zur letzten Versteigerung ist das ein Zuwachs von 85 Prozent. Das Geld wird auf die 36 Profivereine der Ligen verteilt und soll so zu einer hohen Qualität der Spiele beitragen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erklärte deshalb, das Ausschreibungsergebnis sei mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des deutschen Spitzenfußballs ein wichtiger Schritt. Die Bundesliga habe nun die besten Voraussetzungen, um Spitzensport auf höchstem Niveau zu präsentieren. Damit alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, will man nun über die verbliebenen Rechte nachverhandeln.

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