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Zum 1. April: congstar-Kunden werden zu Telekom-Kunden

Bild: congstar.de / congstar

Der Mobilfunkanbieter congstar ändert zum 1. April dieses Jahres sein Geschäftsmodell und gliedert seine Kunden in die Telekom Deutschland GmbH ein. Die rund 4,5 Millionen congstar-Kunden werden so automatisch zu Telekom-Kunden. Der Konzern verspricht sich von der Umstellung eine bessere Steuerung der beiden Marken „T“ und „congstar“. Für die Kunden soll sich bis auf die Vertragsumstellung nichts ändern, teilten die Kölner heute in einer Presseerklärung mit.

Kein Sonderkündigungsrecht durch die Umstellung

INFO-BOX:
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Congstar ging am 11. November 2004 unter dem Namen congster an den Start und vertrieb T-Online-Breitbandzugänge per T-DSL-Resale. 2007 ging congstar in der Marke congstar auf, gleichzeitig startete man das erste Prepaid-Angebot und begann mit dem Verkauf von Handys. Ab April 2012 war congstar-Prepaid auch in allen Telekom-Shops verfügbar, zwei Jahre später kam das restliche Produktportfolio hinzu. 2016 lag congstar auf Platz zwei der meistverbreiten Mobilfunk-Discounter in Deutschland, knapp hinter Aldi Talk.
congstar informiert alle Kunden vorab über die Umstelllung. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine juristische Änderung im Hintergrund, die bisherigen Vertragskonditionen sowie Kommunikationswege und Ansprechpartner bleiben davon unberührt. Auch ein Sonderkündigungsrecht ergibt sich aus dieser Umstellung nicht. Die congstar GmbH mit ihren 200 Mitarbeitern (siehe auch Info-Box) soll weiterhin als unabhängiges „Unternehmen im Unternehmen“ innerhalb der Telekom Deutschland geführt werden: „congstar trägt einen wichtigen Teil zur Mobilfunk-Marktführerschaft der Telekom in Deutschland bei. Daher wird die erfolgreiche Zweimarkenstrategie mit congstar konsequent fortgesetzt und auf eine zukunftsorientierte Basis gestellt. Der eigenständige Markenauftritt ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. congstar wird weiterhin – genau wie in den vergangenen Jahren auch – eigenständig am Markt agieren“, sagte Michael Hagspihl, Aufsichtsratsvorsitzender von congstar und Geschäftsführer Privatkunden von Telekom Deutschland. Mittel- bis langfristig will der Konzern einen „optimierten Marktangang“ der Erstmarke „T“ sowie der Zweitmarke „congstar“ erreichen.

Vor allem im Marketing könnten die beiden Marken dann näher zusammenrücken. Für congstar-Kunden wäre es so beispielsweise möglich, Angebote der Telekom zu erhalten und umgekehrt, wie congstar-CEO Dr. Peter Opdemom betonte: „Nach fast zwölf Jahren als starke Zweitmarke der Telekom Deutschland und auf dem Weg zu fünf Millionen Kunden ist congstar eine feste Größe im Mobilfunkmarkt. Ab dem 1. April 2019 wird die juristische Grundlage geschaffen, die Bedürfnisse der congstar- und Telekom-Kunden innerhalb der Telekom-Familie noch besser erfüllen zu können“.

Zugang zum Telekom LTE-Netz bereits seit einem Jahr möglich

Bereits seit einem Jahr ist es möglich, dass congstar-Kunden mit einem Allnet-Flat-Tarif über eine kostenpflichtige Tarifoption Zugang zum LTE-Netz der Telekom erhalten. Diese Kooperation will man mit der jetzt bekannt gewordenen Änderung vertiefen und ausbauen. Überhaupt ist bei congstar in diesem Jahr einiges in Bewegung. So hat das Unternehmen bereits Ende Januar Altkunden des LTE Zuhause-Tarifs Homespot auf neue Tarife umgestellt. Neben einer Namensänderung von bisher M, L oder XL auf das nun monatlich inkludierte Highspeed-Datenvolumen (z.B. Homespot 100), erhielten die Kunden mehr Datenvolumen und etwas höhere Geschwindigkeiten.

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