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Online-Bezahldienst Apple Pay startet noch 2018 in Deutschland

Bild: apple.com / Apple

Apple hat heute erste Informationen zum Deutschland-Start seines Bezahldienstes „Apple Pay“ bekanntgegeben. Demnach soll der Dienst hierzulande noch in diesem Jahr starten. Bereits im Sommer hatte Apple-CEO Tim Cook bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal angekündigt: „Apple Pay ist mittlerweile in 24 Märkten weltweit mit über 4.900 Bankpartnern aktiv und wir freuen uns darauf, Deutschland noch in diesem hinzuzufügen.“

Apple machte lange Zeit einen Bogen um Deutschland

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Apple Pay wurde am 9. September 2014 erstmals vorgestellt und am 20. Oktober desselben Jahres in den USA eingeführt. Nach Brasilien, der Ukraine, Polen und Norwegen soll der Dienst auch in Deutschland noch in diesem Jahr eingeführt werden. Wer eine unterstützte Karte aus einem Land besitzt, in dem Apple Pay bereits eingeführt wurde, kann den Dienst hierzulande aber bereits jetzt an jedem kontaktlosen Bezahlterminal nutzen.
Nach der heute veröffentlichten Liste werden sich zum Start die Kredit- und Debitkarten folgender Banken einbinden lassen: Deutsche Bank, Hypo Vereinsbank, Hanseatic Bank, Fidor, Comdirect und o2 Banking. Hinzu kommen Banking- und Payment-Apps wie N26, bunq, boon, Vimpay und Edenred sowie die großen Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard (plus Maestro) und American Express. Eine Zahlung mit Apple Pay soll dann in Deutschland unter anderem bei den Supermärkten Aldi, Lidl, Real, Netto und Kaufland, bei den Tankstellen Aral und Shell, den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn, den Fast Food-Ketten McDonalds und Burger King sowie dem Raststättenbetreiber Sanifair möglich sein. Grundsätzlich werden Apple Pay-Zahlungen aber an jedem NFC-fähigen Bezahlterminal im Handel möglich sein, sofern dieses kontaktlose Zahlungen unterstützt.

Nach dem Start auf dem amerikanischen Heimatmarkt vor vier Jahren hatte Apple auch schnell den europäischen Markt erobert. So gibt es Apple Pay heute schon in Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und der Schweiz. Um Deutschland machte das Unternehmen jedoch lange einen Bogen. Als Gründe galten die geringe Kreditkartenaffinität der Deutschen sowie schwierige Verhandlungen mit deutschen Banken. Im Sommer startete nun aber Konkurrent Google seinen Bezahldienst in Deutschland, was Apple unter Zugzwang brachte. Zudem gelang dem Suchmaschinen-Giganten ein weiterer Coup, indem man sich den Online-Marktführer Paypal als Partner ins Boot holte – dadurch können auch solche Google Pay-Kunden drahtlos bezahlen, deren Banken bisher nicht an dem Bezahldienst teilnehmen wollen. Für die kontaktlose Bezahlung im Handel ist ein iPhone oder eine Apple Watch nötig. Beim Online-Shopping per App oder Safari-Browser können auch iPad und Mac eingesetzt werden.

Apple öffnet Apple Pay nicht für Drittanbieter

Auf einem mobilen Gerät werden die Karteninformationen verschlüsselt abgelegt. Ein Mobilfunkempfang bei iPhone oder Apple Watch während des Bezahlvorgangs ist somit nicht nötig. Dadurch funktioniert Apple Pay beispielsweise auch in einem Funkloch, im Disco-Keller oder in der U-Bahn. Zum Bezahlen muss die Funktion per Tastendruck, Fingerabdruck oder Gesichtsscan freigeschaltet werden. Anders als Konkurrent Google erlaubt es Apple Drittanbietern nicht, auf die NFC-Antenne des iPhones zuzugreifen. Dadurch können beispielsweise Banken keine eigenen Bezahl-Apps anbieten, wie dies beispielsweise bei Google Pay die Deutsche Bank praktiziert. Wessen Bank also nicht zu den Partnerinstituten von Apple Pay gehört, hat nur die Alternative zu Warten und zu Hoffen – oder die Bank bzw. das Smartphone zu wechseln.