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Biathlon: Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier muss Wettkampfpause einlegen

Bild: wikimedia.org / Pavel Hrdlička / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Sechs Wochen vor dem Saisonstart des Biathlon-Weltcups im slowenischen Pokljuka muss das deutsche Damen-Team einen herben Rückschlag verkraften. Wie der Deutsche Skiverband heute bekanntgab, muss Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier aus gesundheitlichen Gründen eine Zwangspause einlegen. Wann die siebenmalige Weltmeisterin aus Garmisch-Partenkirchen wieder Hochleistungssport absolvieren kann, steht demnach derzeit nicht fest.

Dahlmeier: Die letzten Wochen waren „nicht gerade leicht“

INFO-BOX:
Biathlon Weltcup 2018/19
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30.11.-09.12.18: Pokljuka
10.-16.12.18: Hochfilzen
17.-23.12.18: Nove Mesto
07.-13.01.19: Oberhof
14.-20.01.19: Ruhpolding
21.-27.01.19: Antholz
04.-10.02.19: Canmore
11.-17.02.19: Salt Lake City
07.-17.03.19: Östersund
18.-24.03.19: Oslo
„Aktuell fühle ich mich einfach nicht so, wie es notwendig ist, um professionell trainieren zu können. Ich muss jetzt einfach auf meinen Körper hören und – wie man so schön sagt – Luft ran lassen“, erklärte die 25-Jährige. Ihr Immunsystem ist nach Aussage von DSV-Mannschaftsarzt Klaus-Jürgen Marquardt „aktuell ziemlich geschwächt.“ Hohe Intensitäten, große Trainingsumfänge oder Stress seien daher in der jetzigen Situation absolut kontraproduktiv.

Schon im Juli hatte sich Dahlmeier bei einem Fahrradunfall eine Schnittverletzung am Oberschenkel zugezogen. Anschließend musste sie wegen einer Weisheitszahnoperation und schließlich wegen eines langwierigen Infekts kürzertreten. Auch beim Trainingslehrgang im österreichischen Hochfilzen hatte die zweimalige Olympiasiegerin von Pyeongchang zuletzt nicht alle Einheiten wie geplant absolvieren können. „Immer wenn ich dachte, dass es jetzt endlich aufwärts geht, kam gleich der nächste Infekt oder wieder irgendein gesundheitliches Problem. Die letzten Wochen waren deshalb nicht gerade leicht für mich.“

Auch Maren Hammerschmidt fällt lange aus

Ein vorzeitiges Karriereende steht nach Angaben von DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach aber „absolut nicht zur Debatte“. Ziel sei es nun, Dahlmeier schnellstmöglich wieder zu 100 Prozent fit und leistungsfähig zu bekommen, damit sie im Winter Rennen bestreiten kann. Neben Dahlmeier fällt auch Staffel-Weltmeisterin Maren Hammerschmidt nach einem bei Olympia erlittenen Bänderriss noch lange aus. Via Instagram ließ die Winterbergerin wissen, dass die Verletzung „nie richtig verheilt“ sei und dadurch das Sprunggelenk sehr geschädigt wurde. Zudem musste sie an den Innen- und Außenbändern operiert werden. Statt intensiver Saisonvorbereitung wurde ihr von den Ärzten nun bis zu acht Wochen Ruhe verordnet.