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IOC-Entscheidung: Olympische Winterspiele 2022 finden in Peking statt

Bild: © evgenii141 - Fotolia.com

Peking ist etwas gelungen, das bisher keine andere Stadt von sich behaupten kann: Die chinesische Metropole wird nach der Austragung der Sommerspiele im Jahr 2008 auch die Winterspiele 2022 veranstalten dürfen. In der Gechichte der Olympischen Spiele ist sie damit die erste Stadt, die als Gastgeber für beide Wettkämpfe fungiert. Bekannt gegeben wurde die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) heute in Kuala Lumpur von IOC-Präsident Thomas Bach.

Nordische Wettbewerbe wegen Schneemangel in Zhanjiakou

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Die XXIV. Olympischen Winterspiele sollen im Jahr 2022 von der chinesischen Stadt Peking ausgetragen werden. Am 6. Juni 2013 eröffnete das Internationale Olympische Komitee (IOC) die erste Phase des Bewerbungsverfahrens für die Ausrichtung der Spiele.
Peking hat sich damit erfolgreich gegen den Mitkonkurrenten Almaty durchgesetzt. Während die kasachische Stadt bis zuletzt um Vertrauen geworben hatte und Pluspunkte zu sammeln schien, waren die Argumente Pekings für die abstimmenden 85 IOC-Mitglieder am Ende die besseren. Die Chinesen überzeugten mit bereits zuvor erfolgreich ausgetragenen Großveranstaltungen, versprachen politische Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit.

Auch ein nicht zu unterschätzendes Manko konnte man so aus dem Weg räumen: In Peking ist Schnee eine Seltenheit. Deshalb soll nur der Teil der Wettbewerbe in der Hauptstadt abgehalten werden, für den die weiße Pracht nicht zwingend nötig ist. Nordische Disziplinen wie etwa Biathlon will man stattdessen in das 190 Kilometer entfernten Zhanjiakou auslagern und zur Not mit Schneekanonen für die richtigen Bedingungen sorgen. Von Vorteil ist im Gegenzug, dass in Peking bereits sechs Wettkampfstätten von den Sommerspielen vorhanden sind, die nun erneut verwendet werden können.

Andere Kandidaten scheiterten frühzeitig

Andere Städte wie Oslo, Stockholm und Graubünden, die ebenfalls Interesse an einer Bewerbung gezeigt hatten, waren schon während des Bewerbungsverfahrens von dem Vorhaben abgerückt. Als Gründe dafür gelten die mit den Spielen verbundenen Kosten oder fehlender Rückhalt in der Bevölkerung. Daran scheiterten auch die Pläne, München zum Kandidaten für die Winterspiele 2022 zu machen. Ende 2013 stellte sich bei Bürgerentscheiden mehr als die Hälfte der Abstimmenden gegen eine Bewerbung.

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