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Klausuren: Nach Noten gehen Armin Laschet auch die Notizen verloren

Bild: wikimedia.org / Christliches Medienmagazin pro - Flickr / Lizenz: CC BY 2.0

Der CDU-Landeschef von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, übte nebenbei eine ehrenamtliche Tätigkeit als Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen aus, von der er nun zurückgetreten ist. Anlass hierfür waren verloren gegangen Noten eines Blockseminars über „Die Europapolitik in der Berliner Republik“. Nachdem die Noten nach seinen Angaben auf dem Postweg verloren gingen, habe er sie anhand seiner Notizen kurzerhand rekonstruiert.

Die verschwundenen Klausuren und die Folgen

Im Januar hatte Laschet Klausuren bewertet, die ihm nicht mehr vorlagen. Insgesamt übermittelte er der RWTH Aachen 35 Noten. Ein peinlicher Fauxpas, denn es hatten nur 28 Studierende mitgeschrieben. Der Prüfungsausschuss der RWTH Aachen hatte diesem Vorgehen insofern zugestimmt, dass Laschet, dem Hochschulrecht entsprechend, seine Benotungen auf Basis von Unterlagen und Notizen erstellt habe. Laschet selbst betonte, er habe den Studenten lediglich eine Wiederholung der Klausuren ersparen wollen. Unterlagen nicht aufzubewahren sei ein normaler Vorgang, wie er mit den nachfolgenden Worten gegenüber der „Bild“-Zeitung bekräftigte: „Natürlich habe ich nach der abschließenden Entscheidung des Prüfungsausschusses die Notizen – wie sonst auch – nicht weiter aufbewahrt“.

SPD legt Prüfbericht vor

Die Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) legt am Mittwoch um 15:30 Uhr zu den Vorfällen einen Prüfbericht im Fachausschuss des Parlaments vor, der für Diskussionen sorgen dürfte. Seitens der SPD wird infrage gestellt, ob Laschet mit einem solchen Verhalten Ministerpräsident seines Landes werden dürfe.

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