home Sport Paukenschlag: Ex-Trainer Zinedine Zidane offenbar kurz vor der Rückkehr zu Real Madrid

Paukenschlag: Ex-Trainer Zinedine Zidane offenbar kurz vor der Rückkehr zu Real Madrid

Bild: wikimedia.org / Tasnim News Agency / Lizenz: CC-BY 4.0

Es wäre wohl die überraschendste Rückhol-Aktion des Jahres: Nach Angaben der spanischen Zeitungen „As“ und „Marca“ steht Ex-Erfolgstrainer Zinedine Zidane vor der Rückkehr zu Spaniens Rekordmeister Real Madrid. Wie die spanischen Blätter berichten, will Real am heutigen Abend die Entlassung des bisherigen Trainers Santiago Solari und gleichzeitig die Heimkehr Zidanes verkünden. Der 46-Jährige hatte die Madrilenen zwischen 2016 und 2018 zu drei Champions League-Siegen in Folge geführt.

Real schließt verkorkste Saison ohne Titel ab

INFO-BOX:
Real Madrid
Trainer seit 1999
- 1999-2003: V. del Bosque
- 2003/04: Carlos Queiroz
- 2004: José Camacho
- 2004: Mariano Remón
- 2004/05: V. Luxemburgo
- 2005/06: Juan Caro
- 2006/07: Fabio Capello
- 2007/08: Bernd Schuster
- 2008/09: Juande Ramos
- 2009/10: M. Pellegrini
- 2010-2013: José Mourinho
- 2013-2015: Carlo Ancelotti
- 2015-2016: Rafael Benitez
- 2016-2018: Z. Zidane
- 2018: Julen Lopetegui
- 2018-2019: S. Solari
- 2019-: Zinedine Zidane
Fünf Tage nach dem dritten Titel war der Franzose im letzten Jahr überraschend zurückgetreten. Die Mannschaft brauche einen Wechsel, um weiterhin siegen zu können, hatte Zidane damals seinen Rückzug erklärt. Nach einem erfolglosen Intermezzo mit Julen Lopetegui, den Real unmittelbar vor Beginn der WM 2018 in Russland von der spanischen Nationalmannschaft abgeworben hatte, übernahm am 30. Oktober vergangenen Jahres Santiago Solari zunächst als Interims-Trainer, ehe ihn Real-Präsident Florentino Pérez zum Chefcoach beförderte. Die Königlichen zogen nun offenbar die Notbremse, nachdem Real vergangenen Woche im Champions League-Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam den Kürzeren zog und auch in der spanischen Liga nur auf Tabellenplatz drei mit zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona rangiert. Da das Team auch im spanischen Pokal bereits ausgeschieden ist, wird diese Saison seit langem die erste sein, die man ohne jeden Titel beendet.

Zuletzt spekulierte man in Madrid auch über eine Rückkehr des Portugiesen José Mourinho. Dieser wurde zuletzt bei Manchester United entlassen und gilt als enger Vertrauter von Real-Präsident Perez. Ohnehin steht Perez bei Real in der Kritik: So ließ er Superstar Christiano Ronaldo ohne große Gegenwehr zu Juventus Turin ziehen, ohne ihn adäquat zu ersetzen. Im Sommer erwarten Insider daher erhebliche Investitionen in die Mannschaft. Unterdessen hat deren Kapitän Sergio Ramos die Schuld an der „zutiefst enttäuschenden“ Saison auf sich genommen. Der Weltmeister von 2010 schrieb auf Twitter: „Die jüngsten Ereignisse waren verheerend, und ich verstecke mich nicht. Wir Spieler sind in erster Linie verantwortlich und ich als Kapitän mehr als jeder andere.“

Bisheriger Trainer Solari hat sich von Mannschaft verabschiedet

Nach der krachenden Niederlage im Achtelfinal-Rückspiel gegen Amsterdam (1:4) war es in der Kabine offenbar zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen Kapitän und Präsident gekommen. Ramos wollte dies jedoch nicht kommentieren: „Themen der Kabine werden nur in der Kabine diskutiert und gelöst.“ Solari hat sich unterdessen nach übereinstimmenden Medienberichten bereits von der Mannschaft verabschiedet. Zidane, der bereits am morgigen Dienstag wieder das Training leiten soll, hat nach seinem freiwilligen Abgang vor rund einem Jahr kein Team mehr trainiert. In Madrid hofft man nun darauf, dass der Franzose an die Erfolge seiner ersten Amtszeit mit insgesamt neun Titeln in knapp drei Jahren anknüpfen kann.