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Verzicht auf Genüsse: Fastenmonat Ramadan hat begonnen

Für ca. 1,4 Milliarden Muslime heißt es nun wieder einmal, auf alle leiblichen Genüsse zu verzichten. In der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf im jetzt begonnenen Fastenmonat Ramadan weder gegessen noch getrunken werden. Nicht einmal ein einziger Schluck Wasser ist erlaubt. Wer auch nur einmal an einer Zigarette zieht, hat ebenfalls bereits die Regeln des Fastens gebrochen.

Ramadan richtet sich nach der Position des Mondes

In diesem Jahr trifft es die europäischen Muslime besonders hart. Bei durchschnittlich 16 Stunden Tageslicht täglich wird der Verzicht zur echten Tortur. Weniger strenge Islamgelehrte raten den Betroffenen dazu, sich an den Fastenzeiten des Landes zu orientieren, das eine muslimische Mehrheit aufweist. Insbesondere bei sommerlichen Temperaturen können 16 Stunden ohne etwas zu essen oder zu trinken mehr sein, als nur eine disziplinarische Übung.

Üblicherweise richtet sich der Beginn des Ramadans nach der Position des Mondes. Durch unterschiedliche Messmethoden kommt es aber wieder zu Abweichungen von ein bis zwei Tagen bei dem traditionell festzulegenden Termin. Für dieses Jahr haben sich viele muslimische Staaten, darunter Saudi-Arabien, Ägypten und der Iran auf den 18. Juni geeinigt.

Eine der Säulen des Islam

INFO-BOX
Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt.
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Das Fasten ist, neben dem Glaubensbekenntnis, dem täglichen Gebet, der Gabe von Almosen und der Pilgerfahrt nach Mekka eine der fünf Säulen des Islam. Während des Ramadan soll auf Essen, Trinken und Sex verzichtet werden. Klatsch, Streit und Fluchen sind ebenfalls verpönt, während die Wohltätigkeit in den Mittelpunkt rückt. Viele der Gläubigen spenden für entsprechende Zwecke.

Wenn sich Muslime nachts zu den Tarawih-Gebeten in den Moscheen versammeln, werden Bedürftige versorgt. Nach einem langen und entbehrungsreichen Tag treffen sich die Gläubigen dann zu einem Festessen. Sie folgen ihrem Vorbild Mohammed, der sich allerdings mit einem Schluck Wasser und einer Dattel begnügte. Kinder und ältere Menschen müssen nicht fasten. Beendet wird der Fastenmonat Mitte Juli mit einem dreitägigen Fest, dem sogenannten Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens).

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