home Panorama Ms Monopoly: In der neuen Spieleklassiker-Variante bekommen Frauen mehr Geld als Männer

Ms Monopoly: In der neuen Spieleklassiker-Variante bekommen Frauen mehr Geld als Männer

Bild: pixabay.com / dboschm

Bisher ging es um Straßen, Hotels und Bahnhöfe – ab Oktober können Spieleliebhaber bei „Ms Monopoly“ Geschäftszentralen für Frauen bauen. Mit seiner neuesten Monopoly-Version will US-Spieleproduzent Hasbro unter dem Motto „Wo Frauen mehr verdienen als Männer“ zudem für mehr Gendergerechtigkeit sorgen.

Erfindungen von Frauen ersetzen Straßen und Bahnhöfe

Frauen haben bei dieser Version des Brettspiel-Klassikers von Anfang an mehr Geld als ihre männlichen Pendants zur Verfügung. Kommen sie über „Los“, dürfen sie zudem 240 Dollar kassieren – Männer hingegen nur 200. Für Hasbro ist dieses Einkommensgefälle ein „zusätzlicher Spaßfaktor“ und Ausdruck von Gendergerechtigkeit. Damit „genießen Frauen die Vorteile, die in der realen Welt häufig Männern vorbehalten sind“. In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer für dieselbe Tätigkeit. Selbst wenn man herausrechnet, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten oder in Berufen tätig sind, die generell schlechter bezahlt sind, beträgt der Gender-Pay-Gap immer noch sechs Prozent. Auch in den USA ist dieses Bild nicht besser. Hier verdienen Frauen im Schnitt 19 Prozent weniger als ihre männlichen Pendants.

Ms Monopoly © hasbro-newsroom.de / Hasbro
INFO-BOX:
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Als Monopoly-Erfinderin gilt heute Elizabeth Magie, die das Spiel unter dem Namen „The Landlord’s Game“ 1904 ins Leben gerufen hat. Zuvor galt lange Zeit Charles Darrow als Urheber. Monopoly wird heute in 37 Sprachen und mehr als 103 Ländern verkauft.
Die Straßen und Bahnhöfe auf dem Spielbrett werden in der „Ms Monopoly“-Version durch Erfindungen von Frauen ersetzt, die bis heute den Alltag vieler Menschen prägen. Dazu gehören beispielsweise der Kaffeefilter von Melitta Benz, die Solarheizung von Mária Telkes oder die Vorläufertechnologie des heute unverzichtbaren W-LAN der österreichischen Erfinderin Hedy Lamarr. Auf den Bahnhöfen wird die Miete je nach Würfelwurf berechnet, was sich für den Besitzer einer Erfindung richtig lohnen kann. Statt Häusern und Hotels können Spieler dann Geschäftszentralen auf ihrem Eigentum bauen.

Übrigens stellt das Spiel schon auf dem Cover Frauen in den Vordergrund. Anstatt des schnauzbärtigen, zylindertragenden Mr. Monopoly ziert eine junge Frau im Business-Outfit die Oberseite. Es ist Miss Monopoly, seine Nichte, die vor allem Erfinderinnen und Unternehmerinnen fördert, wie Hasbro in einer Mitteilung schrieb.

Neuauflage kommt noch im September in den Handel

Mit der Neuauflage des Spiels unterstützt das Unternehmen daher auch drei junge Frauen bei ihren Projekten (siehe Video). „Mit der Einführung von Miss Monopoly und dem Geld, das die jungen Frauen erhalten haben, wollen wir die vielen Beiträge anerkennen und feiern, die Frauen für unsere Gesellschaft geleistet haben und weiterhin täglich leisten“, so Hasbro. Die neue Monopoly-Variante kommt noch in diesem Monat auf den Markt und wird in den USA zu einem Preis von 19,99 US-Dollar angeboten. Der deutsche Preis ist noch nicht bekannt.