home Sport Endgültiges Olympia-Aus: CAS bestätigt Sperre russischer Leichtathleten durch IAAF für Rio 2016

Endgültiges Olympia-Aus: CAS bestätigt Sperre russischer Leichtathleten durch IAAF für Rio 2016

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat heute den Ausschluss von 68 russischen Leichtathleten für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro durch den Weltverband IAAF für rechtmäßig erklärt. Einen entsprechenden Einspruch gegen die Entscheidung des Welt-Leichtathletikverbandes lehnte der CAS ab. Das heutige Urteil gilt als wegweisend für die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezüglich einer Sperre aller russischen Sportler für die Spiele in Rio. Eine Urteilsbegründung gab es wegen der „Dringlichkeit der Sache“ zunächst nicht, diese soll jedoch schnellstmöglich nachgereicht werden. Da es sich beim Internationalen Sportgerichtshof um die oberste Sportgerichtsbarkeit und damit letzte Entscheidungsinstanz handelt, ist das Urteil endgültig.

Nur im Ausland lebende russische Athleten startberechtigt

INFO-BOX:
CAS-Urteil
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Die IAAF hatte den russischen Leichtathletikverband RUSAF im November vergangenen Jahres wegen flächendeckenden Dopings suspendiert. Ausschließlich russische Leitathleten, die nachweislich im Ausland lebten und so nicht dem russischen Dopingsystem unterstanden (wie die in den USA lebende Darja Klischina und Doping-Kronzeugin Julia Stepanowa), konnten so eine Startberechtigung für internationale Wettkämpfe wie die Olympischen Spiele erhalten. Alle anderen Sportler waren davon ausgeschlossen, wogegen die betroffenen Athleten wie Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa und das russische NOK geklagt hatten.

Dutzende Proben bei Spielen in Sotschi manipuliert

Bis spätestens 26. Juli soll nun das IOC entscheiden, ob nicht nur die Leichtathleten, sondern alle russischen Sportler wegen des nachgewiesenen systematischen Dopings in dem Land von den Sommerspielen in Rio ausgeschlossen werden. Grundlage für diese Entscheidung ist der Bericht des WADA-Ermittlers Richard McLaren, den dieser am 18. Juli vorgelegt hatte und in dem u.a. angeprangert wird, dass bei den Winterspielen 2014 in Sotschi Dutzende positive Dopingproben russischer Sportler vertuscht oder manipuliert worden seien.

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