home Technik Bessere Kameras und neue Emoji-Funktion: Samsung zeigt neue Spitzen-Smartphones Galaxy S9 und S9+

Bessere Kameras und neue Emoji-Funktion: Samsung zeigt neue Spitzen-Smartphones Galaxy S9 und S9+

Für Liebhaber hochleistungsfähiger Smartphones hat das Warten auf das erste Top-Modell des Jahres ein Ende. Als vorzeitigen Auftakt des morgen beginnenden Mobile World Congress in Barcelona nutzte Samsung den heutigen Abend, um auf einer Pressekonferenz das Galaxy S9 und dessen größeres Schwestermodell Galaxy S9+ vorzustellen. Beide Geräte sind technisch auf der Höhe der Zeit und sollen darüber hinaus mit beeindruckenden Kamerafunktionen überzeugen.

Fingerabdruckscanner jetzt unter der Kamera

INFO-BOX:
Samsung Galaxy
S9 / S9+
- Display: 5,8 / 6,2 Zoll
- Gewicht: 163 / 189 g
- Prozessor: Exynos 9810
- Kamera: 12 Megapixel
- GPS: ja
- WLAN: ja
- HSDPA: ja
- LTE: ja
- Wasserschutz: IP68
- Speicher: 64 - 256 GB
- Software: Android 8.0
- Farbe: Schwarz, Grau, Silber, Lila
- Preis: ab 849 / 949 Euro
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Galaxy S9 und S9+
Rein optisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern kaum etwas getan. Samsung setzt bei beiden Modellen weiterhin auf die sogenannten Infinity-Displays, die sich um den abgerundeten Rand der Smartphones ziehen. Die Größe der Anzeige wurde beim Galaxy S9 mit 5,8 Zoll und beim S9+ mit 6,2 Zoll Diagonale beibehalten. Auch die Auflösung ist mit jeweils 2.960 x 1.440 Pixeln identisch geblieben. Lediglich die etwas andere Positionierung der Anzeige und die veränderte Position des Fingerabdrucksensors auf der Rückseite verraten bei genauerem Hinsehen, dass es sich um zwei neue Geräte handelt. Letzterer befindet sich jetzt unterhalb der Kameralinse und soll so leichter erreichbar sein. Beim Galaxy S8 lag der Scanner noch seitlich neben der Kamera und sorgte damit für Unmut, weil Nutzer beim Entsperren des Geräts unabsichtlich die Linse verschmierten.

Mit der Tradition, dass eine neue Gerätegeneration für mehr Rechenleistung steht, hat Samsung auch im Falle des Galaxy S9 und S9+ nicht gebrochen. Beide Geräte werden vom selbst entwickelten Exynos 9810-Prozessor angetrieben, der auf acht Kerne zurückgreifen kann und Taktraten von bis zu 2,8 GHz erreicht. Als Arbeitsspeicher werden dem Chip beim Galaxy S9 4 GB zugeteilt, das größere Modell erhält sogar 6 GB. Dazu kommen wahlweise 64, 128 oder 256 GB Datenspeicher und die Möglichkeit, diesen mit einer microSD-Karte um bis zu 400 GB zu erweitern. Weitere Features der Geräte sind ein nach IP68 gegen Staub und Wasser geschütztes Gehäuse, LTE Cat.18 für bis zu 1,2 GBit/s schnelle Downloads, Bluetooth 5.0, GPS, NFC und WLAN-ac. Die Energieversorgung übernimmt ein 3.000 beziehungsweise 3.500 mAh starker Akku, der bei beiden Modellen drahtlos geladen werden kann. Neu ist der Einsatz von jeweils einem Lautsprecher auf der Ober- und Unterseite der Geräte, was die Beschallung des Nutzers in Stereo ermöglicht.

Gesichtsbewegungen werden auf Emoji übertragen

Einen der Entwicklungsschwerpunkte hat Samsung bei der Kamera gesetzt. So können beide Geräte beispielsweise mit einem Zeitlupenmodus beeindrucken, bei dem bis zu 960 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Gemeinsam ist den beiden Modellen außerdem eine variable Blende, was sowohl in sehr hellen als auch sehr dunklen Umgebungen für gute Bilder sorgen soll. Welche Blende zum Einsatz kommt, kann der Nutzer wahlweise der Software überlassen oder selbst einstellen.

Samsung Galaxy S9 © samsungmobilepress.com / Samsung

Unterschiede gibt es bei der Zahl der Objektive. Während Schnappschüsse beim Galaxy S9+ mit einer Dual-Kamera mit zwei 12-Megapixel-Objektiven aufgenommen werden, bleibt es beim Galaxy S9 wie beim Vorgänger bei einer einzelnen Kamera, die ebenfalls mit 12 Megapixeln auflöst. Gemeinsam ist den beiden Modellen dafür ein optischer Bildstabilisator und ein Laser-Autofokus, der für eine schnelle und zuverlässige Fokussierung sorgen soll. Zusätzlich besitzen beide Geräte auf der Front eine 8-Megapixel-Webcam, die dank der neuen Funktion „AR Emoji“ nun vergleichbar zu Apples iPhone X in der Lage ist, Gesichtsbewegungen des Nutzers auf ein Emoji zu übertragen.

Drei Möglichkeiten zur biometrischen Absicherung

Direkt neben der Frontkamera bringt Samsung einen Iris-Scanner unter, der zusätzliche Sicherheit schaffen soll, wenn der Nutzer das Smartphone per Gesichtserkennung entsperren möchte. Generell legt der koreanische Hersteller größeren Wert auf Sicherheit. Mit der Gesichts- und Fingerabdruckerkennung sowie dem Iris-Scan gibt es drei Möglichkeiten, biometrische Merkmale zur Absicherung der Daten zu nutzen.

Samsung Galaxy S9+ © samsungmobilepress.com / Samsung

Dabei beschränkt sich Samsung nicht nur auf das Entsperren des Geräts. Neu ist beispielsweise, das speziell geschützte Ordner mit einem anderen Finger entsperrt werden können als das Gerät selbst. Derartige Sicherheitsfeatures sollen die Smartphones auch für Geschäftskunden interessanter machen.

Verkaufsstart am 16. März

Erhältlich werden die beiden neuen Spitzenmodelle ab 16. März sein, Vorbestellungen nimmt Samsung aber schon ab heute entgegen. Neben den üblichen Farben Schwarz, Grau und Blau werden die Geräte auch im neuen Lilaton „Lilac Purple“ zu haben sein. Als Software kommt zum Start Android 8.0 zum Einsatz, das Samsung mit der eigenen Oberfläche Samsung Experience 9.0 erweitert. Die Preise starten bei 849 Euro für das Galaxy S9 mit 64 GB Speicher. Das Galaxy S9+ ist bei gleicher Speicherbestückung ab 949 Euro zu haben.

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