home Wirtschaft o2 Banking: Telefonica und Fidor Bank wollen Girokonto auf dem Smartphone etablieren

o2 Banking: Telefonica und Fidor Bank wollen Girokonto auf dem Smartphone etablieren

An den Gedanken, mit dem Handy an der Ladenkasse zahlen zu können, haben sich viele bereits gewöhnt. Entsprechende Terminals sind in tausenden deutschen Geschäften zu finden. Dass das Smartphone künftig auch den Bankschalter ersetzen und zur Heimat eines echten Girokontos werden soll, dürfte die meisten aber noch immer überraschen. Genau mit dieser Idee sind o2 und die Fidor Bank heute an die Öffentlichkeit gegangen. Gemeinsam hat man einen Smartphone-Konto-Dienst entwickelt, der noch dieses Jahr gestartet werden soll.

Regelmäßige Nutzung bringt Prepaid-Guthaben

Das „o2 Banking“ genannte System soll alle typischen Leistungen eines klassischen Girokontos bieten, aber ausschließlich über das Smartphone verwaltet werden. Um der technischen Entwicklung Rechnung zu tragen, wollen o2 und Fidor verschiedene Zusatzleistungen bieten. Dazu zählt beispielsweise, dass Überweisungen über das Adressbuch des Smartphones an Telefonnummern oder E-Mail-Adressen getätigt werden können, sofern deren Inhaber ebenfalls ein o2 Banking-Kunde ist. Die umständliche Eingabe einer IBAN entfällt dementsprechend. Noch überraschender ist die Idee, die regelmäßige Nutzung mit zusätzlichem Datenvolumen für den o2-Handyvertrag oder die Prepaid-Karte des Kunden zu honorieren. Grundsätzlich steht der Dienst jedoch auch Nutzern anderer Mobilfunknetze offen, da lediglich eine iOS- oder Android-App heruntergeladen werden muss. Auf die o2-Kunden gebotenen Vorteile müssen diese allerdings verzichten.

© telefonica.de / Telefonica
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Die Einrichtung des Kontos soll schnell und unkompliziert möglich sein. Nach dem Download wird die Eröffnung per Videotelefonie autorisiert. Gebühren fallen im Anschluss nur an, wenn man das Angebot abschließt, ohne es tatsächlich zu nutzen. Um über das eingezahlte Geld nicht nur virtuell verfügen zu können, ist in o2 Banking eine MasterCard inbegriffen, mit der gezahlt und Bargeld abgehoben werden kann. Das mobile Zahlen per Smartphone ist indes nicht vorgesehen. Dank eines in der Kreditkarte verbauten NFC-Chips wird das kontakt- und bargeldloses Bezahlen trotzdem möglich sein.

Offizieller Start für Spätsommer geplant

Aktuell befindet sich o2 Banking mit 300 Teilnehmern in einem Testlauf, der in den nächsten Tagen auf 1.000 Personen aufgestockt werden soll. Der offizielle Start des Smartphone-Kontos ist für Spätsommer geplant. Als Zielgruppe sieht man vor allem junge Nutzer, für die das Smartphone zum Alltag gehört und die ein erstes eigenes Konto eröffnen wollen. Sorgen um den Datenschutz sollen diese sich nicht machen müssen. o2 wird lediglich Zugriff auf die Vertragsdaten der Mobilfunkkunden haben, während  die Fidor Bank die Transaktionen abwickelt – ganz so als hätte man ein normales Konto bei dem Münchner Kreditinstitut.

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