home Panorama Explosion im Hafen von Tianjin fordert mindestens 50 Todesopfer

Explosion im Hafen von Tianjin fordert mindestens 50 Todesopfer

Am gestrigen Mittwoch hat sich in den Abendstunden ein Unglück im Hafen der Millionenstadt Tianjin (China) ereignet. Im Lager eines Logistikunternehmens, welches auf Gefahrengüter wie Chemikalien und Gas spezialisiert ist, ist es zu zwei massiven Explosionen gekommen, die eine enorme Druckwelle ausgelöst haben. Ein Feuersturm hat in der Hafenmetropole gewütet, ebenso ist die Rauchentwicklung nach wie vor nicht unerheblich. Arbeiter sind in den im Hafen befindlichen Wohnheimen ebenso aus dem Schlaf gerissen worden wie andere Anwohner, denn unweit des Hafens liegen bereits Wohngebiete. Die Erschütterungen durch die Explosionen sind noch in 10 Kilometer Entfernung spürbar gewesen.

Explosion in Tianjin / Bild: © wikimedia.org / Eristic / Lizenz: CC BY-SA 3.0
Explosion in Tianjin – Bild: © wikimedia.org / Eristic / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mindestens 50 Tote und über 500 Verletzte

INFO-BOX
Tianjin, auch Tientsin, ist eine wichtige Hafenstadt in der Volksrepublik China. Das gesamte Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 11.943 Quadratkilometern.
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Laut Behörden sind mindestens 50 Menschen bei der Katastrophe ums Leben gekommen, darunter auch 12 Rettungskräfte, mehr als 500 sind verletzt worden – zum Teil schwer. Der materielle Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Milliarden. Die Rettungs-, Lösch- und Aufräumarbeiten laufen noch immer auf Hochtouren. Drei Feuer brennen noch immer. Über 30 Menschen gelten als vermisst. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sind 1.000 Feuerwehrleute vor Ort, daneben mehrere Tausend Soldaten. Die umliegenden Krankenhäuser versorgen derzeit mehrere Hundert Verletzte. Zahlreiche Bewohner der 15-Millionen-Einwohner-Stadt sind in die Spitäler geströmt, in der Hoffnung, dort vermisste Angehörige zu finden.

Sachschaden geht in die Milliarden

Teile des Hafengeländes sind komplett verwüstet worden. Gebäude und Wohnheime sind eingestürzt, darüber hinaus sind mehrere Tausend Neuwagen ausgebrannt. Bilder wie aus einem Endzeitfilm mit Reihen zerstörter Fahrzeuge bis zum Horizont kursieren derzeit im Internet und vermitteln einen vagen Eindruck des tatsächlichen Ausmaßes des Unglücks. Wie es genau zu den Detonationen gekommen ist, welcher Stoff und weshalb dieser explodiert ist, ist noch unklar. Medienberichten zufolge ist ein Vertreter der Logistikfirma, in deren Lagern sich die betreffenden Gefahrengüter befunden haben, festgenommen worden.

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Ralf Schmidl

Als Politologe und Online-Redakteur kümmert sich Ralf auf News-Mag in erster Linie um die Bereiche Politik und Wirtschaft. Aber auch zu Lifestyle-Themen wie Smart Living, Car-Trends oder Verbraucherschutz steuert er regelmäßig Artikel auf News-Mag bei.

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