home Politik Schlichtung: Erzieher sollen mehr Geld bekommen

Schlichtung: Erzieher sollen mehr Geld bekommen

In den seit Wochen andauernden Kita-Streik kommt Bewegung: Nach den Vorstellungen der Schlichter sollen Kita-Angestellte bis zu 4,5 Prozent mehr Lohn erhalten. Wie der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) und der ehemalige Hannoveraner Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) bekannt gaben, habe man sich einvernehmlich für eine Erhöhung der Löhne für Kita-Erzieher und Sozialarbeiter ausgesprochen.

Milbrandt äußerte die Hoffnung, „dass wir das Thema Streik damit zu den Akten legen können“. Die beiden Schlichter würden es begrüßen, wenn die streitenden Parteien die Empfehlung annehmen würden. Sofern sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf den vorgelegten Entwurf einigen, könnte der neue Tarifvertrag mit Wirkung zum 1.Juli in Kraft treten und für fünf Jahre Gültigkeit haben. Schmalstieg erläuterte, dass die Erhöhungen für die einzelnen Berufsgruppen zwischen zwei und 4,5 Prozent liegen würden.

Arbeitgeber und Gewerkschaften beraten

Die Forderung der Gewerkschaft sah eine höhere Eingruppierung der rund 240.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst mit einem durchschnittlichen Plus von 10 Prozent mehr Lohn vor. Vonseiten der Arbeitgeber wurde diese pauschale Erhöhung bisher abgelehnt. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen im April dieses Jahres und einem darauf folgenden dreiwöchigen Streik, wurden die Verhandlungen zunächst ausgesetzt. Die am 21. April abgebrochenen Tarifverhandlungen führten zu einem weiteren Streik, der vom 8. Mai bis zum 5. Juni andauerte.

Der von den Schlichtern vorgelegte Entwurf wird nun von den Gremien des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA einerseits und den Gewerkschaften andererseits einer Prüfung unterzogen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di kündigte für diesen Mittwoch eine Konferenz mit mehr als 300 Delegierten an. Gegen Abend ist dann ein Treffen der Verhandlungsführer beider Seiten geplant. Sollte keine Einigung erzielt werden, sind weitere Streiks nicht auszuschließen.

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