home Sport Investor Hasan Ismaik verweigert Zahlung: TSV 1860 München erhält keine Lizenz für die 3. Liga

Investor Hasan Ismaik verweigert Zahlung: TSV 1860 München erhält keine Lizenz für die 3. Liga

Katerstimmung bei den Münchner Löwen: Nachdem der Verein bis zur letzten Minute auf eine Finanzspritze des Investors Hasan Ismaik gehofft hatte, ist seit dem heutigen Nachmittag klar, dass der Abstieg des TSV 1860 München nicht in die Dritte Liga, sondern in die vierte oder fünfte Spielklasse führen wird. Das Geld für die notwendige Lizenz fehlt.

Zahlung scheitert an Unstimmigkeiten zwischen Verein und Investor

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Ismaik hätte den Münchnern mit weiteren knapp 10 Millionen Euro aushelfen müssen, um sie in der kommenden Saison drittklassig starten zu lassen. Diese neuerliche Zahlung verweigerte der Jordanier aber. In einer Pressemitteilung seines Unternehmens heißt es, Ismaik sei es derzeit nicht möglich, den „erheblichen Betrag“ bereitzustellen. Als Grund wird die Weigerung des Vereins angegeben, gewünschte Änderungen des Investors durchzuführen.

Über diese war in den letzten Tagen diskutiert worden, wobei die Verantwortlichen keine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung finden konnten. Laut Vereinsvizepräsident Heinz Schmidt habe man Forderungen erhalten, die „in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar waren.“ Details wollte er aus rechtlichen Gründen nicht nennen. Ismaik erwartet nun ein Umdenken bei 1860 München. „Die Leute müssen aufwachen und verstehen, dass der Klub sich ändern muss, um zu überleben.“ Es sei seiner Meinung nach nur fair, dass jemand, der Millionen von Euro investiert hat, die Lösung von weitreichenden Steuerfragen fordert, die eine „reale Bedrohung für den gesamten Verein und damit für die Investition“ darstellen.

Ismaik will dem TSV 1860 treu bleiben

Trotz der verweigerten Zahlung will sich der 39-Jährige auch in Zukunft für den Verein stark machen und laut der Erklärung seines Unternehmens notwendige Veränderungen vorantreiben. Auch das finanzielle Engagement für die gemeinnützige Arbeit des TSV soll von der heutigen Entscheidung nicht betroffen sein. Gleichzeitig wird die Bindung und Loyalität des Jordaniers gegenüber Verein und Fans betont. Ob diese vom schnellen Fall ihres Klubs begeistert sind, darf allerdings bezweifelt werden. Schon vor der Verkündung der Entscheidung hatten sich etwa 150 Anhänger vor der Geschäftsstelle versammelt – unter ihnen auch einige, die „Scheiß auf den Scheich“ skandierten.

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