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Europawahl 2019: Bundeszentrale für politische Bildung startet Wahl-O-Mat

Bild: pixabay.com / NakNakNak

Wer noch nicht weiß, wem er seine Stimme bei der Europawahl am 26. Mai geben will, hat seit heute eine Entscheidungshilfe. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat den „Wahl-O-Mat“ zur Europawahl 2019 gestartet. Seit 2002 will die bpb mit dem Tool nicht nur „Politik auf spielerische Weise“ vermitteln, sondern auch zeigen, welche der hierzulande zur Wahl stehenden Parteien den eigenen Positionen am nächsten stehen.

15,7 Millionen Aufrufe bei der Bundestagswahl 2017

Die Themenpalette ist dabei breit gefächert: Von einer europäischen Armee und einer Finanztransaktionssteuer reicht diese über gentechnisch veränderte Pflanzen und Mindestlohn bis hin zu Fachkräftezuwanderung und Fluggastdatenspeicherung. Insgesamt 38 Thesen stehen zur Wahl, die die Nutzer mit „stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“ beantworten können. Anschließend lassen sich die Antworten auch noch gewichten, wenn ein Thema für den Nutzer eine besondere Bedeutung hat. Am Ende kann man die eigenen Positionen mit den Standpunkten von bis zu acht der 41 zur Wahl zugelassenen Parteien vergleichen.

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Wahl-O-Mat
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Der Wahl-O-Mat soll in erster Linie junge Menschen für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen mobilisieren. Inzwischen sei die Nutzung des Online-Tools aber zum „demokratischen Volkssport“ geworden, sagte der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, bei der Vorstellung des Wahl-O-Maten für die Wahl zum EU-Parlament in Berlin. Nach Angaben der bpb wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl vor zwei Jahren knapp 15,7 Millionen Mal durchgespielt. Zum Vergleich: Bei der letzten Europawahl 2014 wurde er nur knapp 3,9 Millionen Mal genutzt. Die Thesen des aus Steuermitteln finanzierten Angebots wurden von 24 Jugendlichen entwickelt, die sich für das Redaktionsteam beworben hatten. Dabei wurden sie von Wissenschaftlern beraten – unter anderem, damit am Ende auch nur Thesen zu Politikfeldern im Wahl-O-Mat auftauchen, in denen die EU etwas entscheiden kann. Darum gibt es im Wahl-O-Mat beispielsweise keine Frage zur Bildungspolitik, weil hier die jeweiligen EU-Staaten selbst zuständig sind.

„Digital-o-Mat“ als Alternative für Digitalthemen

Ebenso sind im Wahl-O-Mat kaum Aspekte der Strafverfolgung sowie Fragen zum Digitalbereich vertreten. Für letzteren gibt es mit dem „Digital-O-Mat“ von Wikimedia eine Alternative. Er konzentriert sich auf Teile der Netzpolitik wie Uploadfilter, Netzneutralität, E-Privacy und Massenüberwachung. Weitere Wahlhilfe-Angebote sind yourvotematters.eu oder der „WahlSwiper“ (auch als App für iPhone/iPad und Apple TV sowie Android verfügbar).