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Handgepäck: IATA rückt von Plänen zu reduzierten Maßen ab

Bild: © tunedin - Fotolia.com

Mit seiner Empfehlung, das zulässige Handgepäck auf eine deutlich kleinere Standardgröße zu reduzieren, sorgte der Weltluftfahrtverband IATA vor Kurzem für heftigen Protest aus den Reihen der Fluggäste. Auch die Fluggesellschaften und Verbraucherschützer wurden von dem Vorhaben auf den Plan gerufen. Nachdem scharfe Kritik laut wurde, rückt der Internationale Luftfahrtverband nun von seinen Plänen für kleineres Handgepäck in Flugzeugen ab. Nach den Vorstellungen des Verbandes sollte das Handgepäck künftig nur noch deutlich reduzierte Maße haben dürfen. Die idealen Werte liegen nach Ansicht der IATA bei gerade einmal 55 x 35 x 22 Zentimeter.

Protest gegen Pläne erfolgreich

Die zahlreichen Stimmen gegen die drastischen Eingriffe veranlasste den in Genf ansässigen Verband einzulenken. Am Mittwochabend verkündete IATA-Vize-Präsident Tom Windmüller, dass die Initiative ausgesetzt wird. Anlässlich der zahlreichen Bedenken, insbesondere aus Nordamerika, soll eine umfassende Neubewertung erfolgen. „Dies ist eindeutig ein Thema, das Reisenden sehr nahe geht. Wir müssen das klarstellen“, so Windmüller.

Unterschiedliche Größenvorschriften als Ärgernis

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Die International Air Transport Association (IATA) wurde als Dachverband der Fluggesellschaften im April 1945 in Havanna auf Kuba gegründet. Sie ist die Nachfolgeorganisation der International Air Traffic Association.
Auf ihrer Jahreskonferenz in Miami Beach hatte die IATA angekündigt, eine einheitliche Größe für das Handgepäck einzuführen. Kabinengepäck sollte demnach eine maximale Größe von 55 x 35 x 22 Zentimetern haben und einen Aufkleber mit der Aufschrift „IATA Cabin OK“ bekommen. Bisher ist die Größe des Fluggepäcks, das in der Kabine mitgeführt werden darf, nicht einheitlich geregelt.

Mit der geschrumpften Größe sollte gewährleistet werden, dass bei einem Flug mit 120 Passagieren oder mehr jeder Insasse einen nahen Platz für sein Gepäck in den Fächern über den Sitzreihen finden könne, so Windmüller am 9. Juni in Miami Beach. Die unterschiedlichen Größenvorschriften für das Handgepäck bei den einzelnen Fluggesellschaften seien den Reisenden ein Ärgernis.

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