home Panorama 500 Jahre Reformation: Ehemaliger US-Präsident Barack Obama kommt zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin

500 Jahre Reformation: Ehemaliger US-Präsident Barack Obama kommt zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin

Der frühere US-Präsident Barack Obama wird Ende Mai wieder Deutschland besuchen. Wie die Veranstalter heute mitteilten, wird Obama am 25. Mai auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin an einer Diskussionsrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. Diese wird unter dem Thema „Engagiert Demokratie gestalten – Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen“ vor dem Brandenburger Tor stattfinden und vom Kirchentag sowie von der Obama-Stiftung gemeinsam verantwortet.

200.000 Menschen zum Abschlussgottesdienst erwartet

INFO-BOX:
Deutscher Evangelischer
Kirchentag 2017
Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag wird vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg stattfinden. Die Losung lautet „Du siehst mich“. Als Schwerpunkt-
themen stehen Flucht und Migration, Zusammenhalt in Deutschland und Europa sowie Pluralität und Refor-
mation auf der Agenda.
mehr dazu
Der Evangelische Kirchentag steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von 500 Jahre Reformation und findet vom 24. bis 28. Mai statt. Bei den zentralen Veranstaltungen in Berlin werden nach Angaben der Organisatoren etwa 140.000 Besucher erwartet, zum Abschlussgottesdienst vor den Toren Wittenbergs sogar rund 200.000 Gläubige. Im Jahre 1517 hatte der Theologe Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablasshandel verfasst und diese an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen, wodurch die Reformation, die schlussendlich zur Spaltung der Kirchen führte, ihren Lauf nahm.

Eingeladen hatte Obama der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, bei dessen Deutschlandbesuch im Mai letzten Jahres. „Die christlichen Kirchen bilden ein globales zivilgesellschaftliches Netzwerk von über zwei Milliarden Christinnen und Christen. Gemeinsam leben wir aus der festen Hoffnung unseres Glaubens auf eine bessere Welt“, sagte Bedford-Strohm. Wer fromm sei, müsse auch politisch sein. Obamas Zusage unterstreiche somit, wie international die Kirche 500 Jahre Reformation feiere, so der Ratsvorsitzende weiter.

Obama reist zum achten Mal nach Deutschland

Obama, dessen Amtszeit als US-Präsident am 20. Januar endete, gehörte früher einer christlichen schwarzen Kirchengemeinde als Sozialarbeiter an. Sein diesjähriger Besuch wird in bereits zum achten Mal nach Deutschland führen. Bei seinem ersten Besuch und seiner vielbeachteten Rede an der Berliner Siegessäule war er noch Senator, später kam er als Präsident insgesamt sechs Mal in die Bundesrepublik – unter anderem hielt er 2013 eine Rede vor dem Brandenburger Tor, weilte 2015 auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern, eröffnete 2016 zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel die Hannover Messe und verabschiedete sich im November desselben Jahres persönlich von der für ihn nach eigenen Aussagen „wichtigsten ausländischen Partnerin“ in Berlin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.