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Bundesbank: Neuer Rekord bei Falschgeld in Deutschland

Deutschland ist seit Jahresbeginn verstärkt zum Ziel von Geldfälschern geworden. Wie die Bundesbank bestätigte, wurde in den vergangenen Monaten so viel Falschgeld in Umlauf gebracht wie noch nie. Nichtsdestotrotz gibt es nach Ansicht von Experten wenig Grund zur Besorgnis.

Im ersten Halbjahr 2015 waren die Geldfälscher hierzulande besonders aktiv und haben die seit der Euro-Einführung größte Anzahl an Blüten in den Zahlungsverkehr einschleusen können. Banken, Handel und Polizei konnten seit Januar 50.500 nachgemachte Banknoten sicherstellen. Laut Bundesbank ist dies im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 31 Prozent. Vor allem auf Fünfziger haben es die Fälscher abgesehen. Sie stellen 48 Prozent der aus dem Verkehr gezogenen Geldscheine.

Euro bleibt weiter vergleichsweise sicheres Zahlungsmittel

Ein ernsthaftes Problem können die Banker trotz der gestiegenen Zahlen jedoch nicht ausmachen. Den durch die Fälscher entstandenen Schaden beziffert man auf 2,2 Millionen Euro, während es im ersten Halbjahr 2014 es noch 1,8 Millionen Euro waren. Ernste wirtschaftliche Folgen sind durch die Herstellung von Blüten also nicht zu erwarten, zumal der Euro auch im internationalen Vergleich als fälschungssicher gilt.

Zwar hatten Polizei, Banken und Handel weltweit im ersten Halbjahr 454.000 falsche Banknoten aus dem Verkehr gezogen, was trotz eines Rückgangs von 10,5 Prozent zum Vorjahr der zweithöchste Wert seit der Einführung des Euro ist, deren Anteil an den im Umlauf befindlichen Zahlungsmitteln fällt aber relativ gering aus. Den Blüten stehen über 17 Milliarden echte Banknoten gegenüber. In eine Vertrauenskrise werden die Fälscher den Euro also nicht stürzen können.

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Ralf Schmidl

Als Politologe und Online-Redakteur kümmert sich Ralf auf News-Mag in erster Linie um die Bereiche Politik und Wirtschaft. Aber auch zu Lifestyle-Themen wie Smart Living, Car-Trends oder Verbraucherschutz steuert er regelmäßig Artikel auf News-Mag bei.

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