home Panorama, Politik Luftwaffe: Zwei „Eurofighter“ der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt

Luftwaffe: Zwei „Eurofighter“ der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt

Bild: pixabay.com / Andi_Graf

Zwei „Eurofighter“ der Bundeswehr sind in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Das Innenministerium in Schwerin sowie die Luftwaffe bestätigten entsprechende Berichte des lokalen Radiosenders „Ostseewelle“. Wie dieser berichtet, hatte Augenzeugen gesehen, dass sich die Maschinen gegen 14 Uhr in der Luft berührt hatten. Daraufhin habe es zwei Feuerbälle gegeben.

Ein Pilot lebend gefunden

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Eurofighter Typhoon
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Der Eurofighter Typhoon ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug. Gebaut wird es von "Eurofighter Jagdflugzeug GmbH", einem Konsortium aus Airbus, BAE Systems und Leonardo. Seinen Erstflug absolvierte der Eurofighter Typhoon am 27. März 1994. Insgesamt wurden bislang rund 560 Exemplare gebaut, wovon Deutschland 140 bestellt hat.
Beide Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten, teilte die Luftwaffe in ihrem Statement auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Eines der Flugzeuge stürzte nahe der Ortschaft Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in ein Waldstück, die andere Maschine sei etwa zehn Kilometer entfernt südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand aufgeschlagen. Trümmerteile sollen auch bewohntes Gebiet getroffen haben, in der Folge soll es an den Absturzstellen auch zu Waldbränden gekommen sein.

Zu möglichen Opfern ist bisher noch nichts bekannt. Auch ob die Luftwaffenjets bewaffnet waren, steht derzeit noch nicht fest. Wie der „Nordkurier“ berichtet, suche man derzeit noch nach einem der Piloten, den zweiten habe man inzwischen in einer Baumkrone lebend gefunden. Bei der Suche setze man sowohl militärische als auch zivile Hubschrauber ein. Die beiden verunglückten Maschinen gehören zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Ein erster Bericht über das Unglück kam nach dpa-Informationen vom Piloten eines dritten „Eurofighters“, der die Kollision und den Absturz der beiden Flugzeuge der Luftwaffe meldete.

MV-Innenminister eilt an den Unglücksort

Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) wird an die Unglücksstelle fliegen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen, teilte sein Sprecher mit. Nach Angaben der Bundeswehr befanden sich alle beteiligten „Eurofighter“ bei Luftkampfübungen. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg warnte unterdessen, dass durch den Zusammenprall beider Flieger gefährliche Trümmerteile im Bereich der Stadt Malchow verteilt worden seien. Personen sollten sich diesen nicht nähern. Der Verteidigungspolitiker Dr. Marcus Faber von der FDP reagierte betroffen auf das Unglück: „Ich hoffe inständig, dass das Auslösen der Schleudersitze das Schlimmste verhindern konnte. Das Leben der Piloten und der Menschen vor Ort hat für mich oberste Priorität“, sagte er gegenüber der „Welt“.

Update 17:40 Uhr: Wie ein Sprecher der Bundeswehr soeben bekanntgab, ist der zweite Pilot bei dem Unglück ums Leben gekommen.