home Politik Tauber-Nachfolge: Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden

Tauber-Nachfolge: Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden

Peter Tauber will seinen Posten als Generalsekretär der CDU nach vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Mit Annegret Kramp-Karrenbauer steht bereits eine Nachfolgerin bereit. Nächste Woche soll sie von der Partei in das Amt gewählt werden – mit Unterstützung von Parteichefin Angela Merkel.

Nachfolgerin von Angela Merkel als Parteichefin?

INFO-BOX:
CDU-Generalsekretäre
- 1967-1971: Bruno Heck
- 1971-1973: Konrad Kraske
- 1973-1977: K. Biedenkopf
- 1977-1989: Heiner Geißler
- 1989-1992: Volker Rühe
- 1992-1998: Peter Hintze
- 1998-2000: Angela Merkel
- 2000: Ruprecht Polenz
- 2000-2004: Laurenz Mayer
- 2005: Volker Kauder
- 2005-2009: Ronald Pofalla
- 2009-2013: Herm. Gröhe
- 2014-2018: Peter Tauber
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Ihre Bewerbung um die Rolle als Generalsekretärin wurde heute bekannt. Demnach will Merkel Kramp-Karrenbauer den Parteigremien auf dem Parteitag am kommenden Montag als Nachfolgerin für Tauber vorschlagen. Sie würde dafür ihr bisheriges Amt als Regierungschefin im Saarland aufgeben, um in Zukunft eine wichtigere Rolle in der Parteiführung zu spielen. Formal wird das als Abstieg gesehen, Kramp-Karrenbauer eröffnen sich durch den Wechsel aber neue Türen. Sie könnte Merkel als Parteichefin und als Aushängeschild der CDU beerben. Bestätigen wollte man das auf einer heute abgehaltenen Pressekonferenz nicht, Merkel erinnerte aber daran, selbst einmal Generalsekretärin der Partei gewesen zu sein.

Die Idee für den Wechsel nach Berlin soll Kramp-Karrenbauer selbst vorgebracht haben. Die Entscheidung habe sie sich gut überlegt und sich angesichts der politisch schwierigen Lage für die Aufgabe ihres bisherigen Amts entschieden. Das Saarland sei aktuell gut aufgestellt. Als Generalsekretärin will sie die Programmdebatte in der CDU vorantreiben und damit die Grundlage für eine Neuaufstellung der Partei für die kommenden Jahrzehnte schaffen.

Spahn: Kramp-Karrenbauer „vielversprechende Kandidatin“

Von Vertretern verschiedener Flügel wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, Carsten Linnemann, erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, Kramp-Karrenbauer sei eine gute Wahl, die das Zeug habe, die verschiedenen Strömungen der Partei wieder zusammenzuführen. Auch Präsidiumsmitglied Jens Spahn, der sich zuletzt immer wieder politisch rechts von Merkel positionierte, sieht in der 55-Jährigen eine vielversprechende Kandidatin. Die CDU stehe vor einem wichtigen Diskussionsprozess und müsse in der neuen Großen Koalition Profil bewahren. Angesichts dieser Aufgabe sei es gut, wenn eine erfahrene Ministerpräsidentin das Amt des Generalsekretärs übernehme.

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