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Depressionen: Tennis-Star Andrea Petkovic erwägt Karriereende

Für die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic nahm die diesjährige Saison ein enttäuschendes Ende. Nach einer 0:6-0:6-Niederlage musste sie die Heimreise vom WTA-Turnier im chinesischen Zhuhai antreten. Dass die Darmstädterin sichtlich mitgenommen war, lag jedoch nicht allein an ihrem Abschneiden im Turnier, wie sie jetzt bestätigte.

Zuletzt war Petkovic immer wieder mit Tränen in den Augen zu sehen gewesen – so auch bei einem Interview nach ihrer Niederlage gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro in China. Wie sie nun wissen ließ, war dies nicht nur ein Ausdruck der Enttäuschung, sondern Folge einer längeren Krise. Familiäre und persönliche Probleme hätten dazu geführt, dass die Leidenschaft für den Sport verloren gegangen sei. Die 28-Jährige denkt deshalb offen über ein Karriere-Ende nach.

Letzte Monate waren wie Folter

Die letzten Monate seien ihr vorgekommen wie Folter, so die Sportlerin. Zuhause habe sie sich glücklich gefühlt, sei bei der Rückkehr zur Tour aber „irgendwie deprimiert“ gewesen. Ihr Gemütszustand führte dazu, dass sie nicht einmal mehr aus dem Bett aufstehen wollte. Nichtsdestotrotz habe Petkovic keine Pause eingelegt und ihr tägliches Training absolviert, sich gleichzeitig aber erstmals gefragt, ob sie als professionelle Tennisspielerin Zeit verliere. Die Dinge, die sie am ihrem Beruf genieße und jene, die sie hasse, seien zuletzt aus der Balance geraten, heißt es in einem auf der WTA-Seite veröffentlichten Interview.

Von einem definitiven Abschied aus dem Profilager will Petkovic dennoch nicht sprechen. Es sei vermutlich aber eine gute Sache, dass sie sich nun Gedanken machen müssen. Zuerst will die ehemalige Weltranglisten-Neunte jedoch neue Kraftreserven schöpfen.

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