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Schwerer Sturz: Vierfacher Champion Chris Froome fällt für Tour de France aus

Bild: wikimedia.org / youkeys / Lizenz: CC BY 2.0

Der viermalige Sieger der Tour de France, Chris Froome, kann in diesem Jahr nicht bei der „Großen Schleife“ starten. Der 34-Jährige Brite stürzte im Training vor der vierten Etappe der Rundfahrt „Critérium du Dauphiné“ schwer und zog sich laut Medienberichten einen Oberschenkelbruch zu. Froome, der sich auf einer Besichtigungsfahrt vor dem Einzelzeitfahren befand, wurde nach einer Erstversorgung umgehend mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert.

Froome in „sehr, sehr ernstem Zustand“

„Es ist ein sehr schwerer Unfall. Er wird eindeutig nicht bei der Tour de France am Start sein. Es wird ziemlich lange dauern, bis er wieder Rennen fährt“, sagte sein Teamchef David Brailsford vom Rennstall Ineos gegenüber französischen Medien. Froome sei auf einer Abfahrt bei hoher Geschwindigkeit gestürzt, nachdem er von einer Windböe erfasst und gegen eine Mauer gedrückt worden war. „Er ist in einem sehr, sehr ernsten Zustand und kann kaum sprechen“, so Brailsford weiter. Nach Zeugenaussagen erlitt Froome einen offenen Bruch und weitere Verletzungen. Auch ein Ellenbogen soll betroffen sein.

Die Dauphine sollte das letzte Vorbereitungsrennen für die diesjährige Tour sein, die am 6. Juli startet. Nach drei Etappen lag der frühere Vuelta- (2017) und Giro-Sieger (2018) auf Platz acht in der Gesamtwertung. Nach seinen Siegen 2013, 2015, 2016 und 2017 musste sich Froome beim wichtigsten Radrennen der Welt im vergangenen Jahr mit dem dritten Platz hinter seinem Landsmann Geraint Thomas und Tom Dumoulin aus den Niederlanden zufrieden geben. „Chris war eine zentrale Figur der Tour seit 2013“, sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. „Wir hoffen, dass es ihm schnell besser geht.“ Die Tour sei ohne Froome nicht dieselbe.

106. Tour de France startet in Brüssel

Nach dem Ausfall Froomes, der in diesem Jahr um seinen fünften Tour-Gesamtsieg kämpfen wollte, ruhen die Hoffnungen des Rennstalls Ineos, für den auch der Deutsche Christian Knees (Bonn) fährt, vor allem auf Vorjahressieger Thomas. Der 33-Jährige Waliser soll ab Sonntag bei der Tour de Suisse an den Start gehen. Die Tour de France findet in diesem Jahr zum 106. Mal statt und startet zum zweiten Mal nach 1958 in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Dies soll an den ersten Tour-Sieg der belgischen Radsport-Legende Eddy Merckx vor 50 Jahren erinnern.