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Deutsche Telekom will zukünftig auf Branding bei Android-Smartphones verzichten

Wer sich bisher ein Smartphone bei einem der deutschen Netzbetreiber kaufte, wurde häufig und ungefragt mit zusätzlicher Software versorgt. Auf dieses sogenannte Branding will die Deutsche Telekom künftig verzichten und den Kunden so mehr Freiheit bieten.

Branding bringt gleichermaßen Vor- und Nachteile

Für den Kunden soll das Branding eigentlich einen Mehrwert bieten – zum Beispiel indem nützliche Programme vorinstalliert werden, die der Hersteller nicht in seiner Software integriert hat. Brandings können aber auch von Netzbetreibern genutzt werden, um Kunden zu binden, indem sie Geräte für andere Netze sperren.

© telekom.de / Deutsche Telekom

Das mag manchen nicht stören und manche Zusatzfunktion sogar willkommen gewesen sein, die Nachteile gebrandeter Geräte lassen sich aber nicht von der Hand weisen. Abgesehen davon, dass ein Anbieterwechsel erschwert wird, ist der bei manchen Modellen knappe Speicher für Apps reserviert, die der Kunde möglicherweise nicht wünscht. Hinzu kommt, dass auch Updates nicht mehr so schnell bereitgestellt werden können. Weil die Netzbetreiber das Betriebssystem des Geräts verändern, müssen sie auch neue Versionen der Software anpassen, bevor diese an die Handybesitzer ausgeliefert werden können.

App-Wahl bleibt dem Nutzer überlassen

Bei der Telekom sollen diese Nachteile in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Der Telekommunikationskonzern hat angekündigt, das Branding von Android-Smartphones abzuschaffen. Auf etwaige Vorteile der Praxis sollen die Kunden aber nicht verzichten müssen. Dafür will das Unternehmen den Prozess der Ersteinrichtung überarbeiten und Nutzern dabei die Entscheidung überlassen, ob und welche zusätzlichen Apps des Netzbetreibers installiert werden. Dies ermöglicht neben größerer Freiheit auch die schnellere Versorgung mit Herstellerupdates.

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Dennis Hain

Dennis Hain (B. Sc. Inf., B.Sc. CS) ist großer Technik und Games Fan. In seinem Job konnte er sich tiefe Kenntnisse der Software-Entwicklung im medizinischen Umfeld und künstlicher Intelligenz für Vollpreis-Computerspiele aneignen. Privat kann er keinem Spiel aus dem Weg gehen - auf News-Mag.de ist er daher für die Bereiche Technik und Spiele verantwortlich.

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