home Wirtschaft Nach Amazon und Rewe: Lidl bietet in Kürze auch Lieferservice für Obst, Gemüse und Tiefkühlprodukte an

Nach Amazon und Rewe: Lidl bietet in Kürze auch Lieferservice für Obst, Gemüse und Tiefkühlprodukte an

Nach Amazon und Rewe will in Kürze auch der Discounter Lidl in den Online-Handel mit leicht verderblichen Produkten wie frischem Obst und Gemüse sowie Tiefkühlwaren einsteigen. Bisher hatte Lidl in seinem rund 2.500 Artikel umfassenden Online-Sortiment auf Frischwaren und Tiefkühlprodukte verzichtet. Wegen des in Kürze zu erwartenden Deutschland-Starts von Amazon Fresh gibt man nun aber offenbar die Zurückhaltung auf und investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in dieses Segment, wie das „Manager Magazin“ heute berichtete. Neben Lidl soll auch die ebenfalls zur Schwartz-Gruppe gehörende Kette Kaufland diese Produkte in Kürze online anbieten und den eigenen, bereits Anfang Oktober in Berlin gestarteten Lieferservice nach Hamburg ausdehnen.

Zunächst nur Abholung in der Filiale möglich

Der Startschuss für das neue Online-Angebot von Lidl soll im Dezember fallen. Zunächst wird das Angebot ebenfalls lokal in Berlin getestet. Offen ist allerdings bislang noch die Frage, wann sich die Kunden die bestellten Lebensmittel an die Hausanschrift liefern lassen können, da im ersten Schritt nur eine Abholung in einer örtlichen Filiale vorgesehen ist.

© Minerva Studio - Fotolia.com
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Nach Angaben des Manager Magazins ist der Umsatz, den Lidl mit seinem Online-Angebot erzielt, mit rund 150 Millionen Euro noch sehr überschaubar. Der Großteil wird dabei mit Elektronik-Angeboten und Textilien erwirtschaftet. Der Anteil des Online-Absatzes von Lebensmitteln macht hierzulande hingegen gerade einmal ein Prozent aus.

Digitale Sparte von Lidl wächst rasant

Lidl hat seine digitale Sparte in den letzten Monaten rasant aufgerüstet. Die von Bereichsvorstand Heiko Hegwein geführte Lidl E-Commerce International GmbH zählt mittlerweile rund 1.000 Mitarbeiter. Um für junge Softwareexperten und Programmierer interessanter zu werden, hat der Konzern jetzt ein eigenes Büro im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg eröffnet. Nach dem Vorbild von Amazon arbeitet man hier allerdings nicht nur am Ausbau des Online-Geschäfts, sondern hat sich auch der Analyse von Kundendaten verschrieben.

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