home Wirtschaft Post: Bücher- und Warensendungen werden ab Juli teurer

Post: Bücher- und Warensendungen werden ab Juli teurer

Verbraucher in Deutschland müssen ab 1. Juli mehr für den Versand von Bücher- und Warensendungen bezahlen. Dies gab die Deutsche Post heute bekannt. Der Preis für eine Büchersendung bis zu 500 Gramm steigt demnach von bisher 1 Euro auf 1,20 Euro. Warensendungen bis zu 50 Gramm werden sich gar von bisher 90 Cent auf 1,30 Euro verteuern, was einer Preissteigerung von 44 Prozent entspricht.

Briefporto kann erst wieder 2019 angehoben werden

INFO-BOX:
Warensendung
Die Warensendung ist das günstigste Versandprodukt im Portfolio der Deutschen Post. Sie wird ohne Sendungsverfolgung und Versicherung angeboten, die Laufzeit beträgt zwischen drei und vier Werktagen.
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Bei den größeren Varianten der Bücher- und Warensendungen fallen die Steigerungen nicht so drastisch aus. Für eine Büchersendung Maxi steigt das Porto nur um fünf Cent von bisher 1,65 auf 1,70 Euro. Die Warensendung Groß kostet zukünftig 2,20 Euro statt bisher 1,90 Euro. Für diese Versandarten soll es aber in Zukunft auch höhere Rabatte als bisher geben, sodass der Preis für Rabattkunden gleich bleibt.

Der Schritt kommt für Marktbeobachter nicht überraschend. Post-Chef Frank Apel hatte zuvor bereits angekündigt, dass der Konzern nach einem Gewinnrückgang im Brief- und Paketgeschäft höhere Portogebühren für Inlandssendungen prüfen wolle. Dazu gehört auch das Briefporto. Hier kann der Konzern allerdings wegen staatlicher Regulierung erst im kommenden Jahr wieder an der Preisschraube drehen.

Bücher- und Warensendungen letztmals 2013 teurer

Bücher- und Warensendungen werden beispielsweise von Buchhändlern zum Versand ihrer Bestellungen oder von Firmen für Werbeprodukte genutzt. Sie laufen zwar wie Briefe über die Briefzentren der Post, sind aber im Gegensatz zu diesen nicht lizensiert. Portopreise für diese Produkte bedürfen so keiner Genehmigung durch die Bundesnetzagentur. Begründet wurde die Preiserhöhung von der Deutschen Post mit „allgemeinen Kostensteigerungen“. Zudem habe es die letzte Preiserhöhung bei Bücher- und Warensendungen bereits im Jahre 2013 gegeben.

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