home Gesundheit Belastete Eier: Zwei Verdächtige im Fipronil-Skandal festgenommen

Belastete Eier: Zwei Verdächtige im Fipronil-Skandal festgenommen

Im Skandal um mit Pflanzenschutzmittel belastete Eier hat es in den Niederlanden Festnahmen gegeben. Nach vorausgegangenen Hausdurchsuchungen wurden zwei Verdächtige von der Polizei in Gewahrsam genommen. Bei ihnen handelt es sich um Manager einer Firma, die das Insektengift Fipronil illegal in Nutztierställen einsetzte. Gleichzeitig wurde bekannt, dass BASF den Verkauf des Mittels teilweise einstellen will.

Insektenbekämpfer nutzten illegale Giftmischung

INFO-BOX:
Fipronil-Skandal
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat ein Informationsblatt mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Fipronil-Skandal zusammengestellt. Bitte klicken Sie zum Aufrufen des Dokuments auf „mehr dazu“.
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Den Verhafteten werden die Gefährdung der öffentlichen Gesundheit und der Besitz illegaler Substanzen vorgeworfen. Alle 180 Eierproduzenten, bei denen mit Fipronil belastete Eier gefunden wurden, hatten mit der Firma der beiden Beschuldigten zusammengearbeitet. Diese war für die Schädlingsbekämpfung in den betroffenen Ställen verantwortlich und setzte dabei nicht nur ein für diesen Zweck zugelassenes pflanzliches Insektizid ein, sondern mischte diesem Fipronil unter, das lediglich zum Pflanzenschutz eingesetzt werden darf. Dadurch waren Millionen Eier mit dem Gift in Kontakt und später in den Handel gekommen.

Betroffen waren vor allem Nutztierhalter aus den Niederlanden und Belgien, von wo der Skandal seinen Ursprung genommen hat. Die belgischen Behörden ermitteln bereits seit Anfang Juni in dem Fall. Das Unternehmen arbeitete aber auch mit einzelnen deutschen Ställen zusammen.

BASF gibt Fipronil als Pflanzenschutzmittel auf

Der Fipronil-Hersteller BASF gab unterdessen bekannt, keine Verlängerung der EU-Zulassung des Wirkstoffs als Pflanzenschutzmittel beantragen zu wollen. Diese läuft am 30. September aus. Anschließend wird das Mittel nur noch als Bestandteil von Produkten zur Bekämpfung von Kakerlaken, Ameisen und Termiten eingesetzt. Mit dem aktuellen Lebensmittelskandal steht diese Entscheidung laut einer Sprecherin allerdings in keinem Zusammenhang. Das Unternehmen habe sich aus wirtschaftlichen Gründen dazu entschieden.

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