home Gesundheit, Panorama Finanztest: 70 von mehr als 200 getesteten Zahnzusatzversicherungen schneiden mit „sehr gut“ ab

Finanztest: 70 von mehr als 200 getesteten Zahnzusatzversicherungen schneiden mit „sehr gut“ ab

Zahnarztrechnungen können schnell richtig ins Geld gehen – vor allem beim Zahnersatz, wo Leistungen von der Krankenversicherung nur zu einem geringen Teil abgedeckt sind. Eine Zahnzusatzversicherung kann daher ein sinnvoller Schutz sein. Die Stiftung Warentest hat jetzt 220 Versicherungen unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Versicherte schon für weniger als zehn Euro im Monat eine sehr gute Zahnzusatzversicherung auf dem Markt finden können.

MAXCARE wird Testsieger

INFO-BOX:
Zahnzusatzversicherungen
Finanztest 5/2018
Testsieger
MAXCARE
"Exklusiv"

Testnote: 0,5 ("sehr gut")

die Bayerische
"Zahn Prestige"

Testnote: 0,5 ("sehr gut")

HanseMerkur
"EZL"

Testnote: 0,5 ("sehr gut")

DKV
"KombiMed KDTP100"

Testnote: 0,6 ("sehr gut")
Ab Mitte 40 erwischt es fast jeden. Ein Zahn ist nicht mehr zu retten und muss überkront oder gar durch ein Implantat ersetzt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt in einem solchen Fall zwar einen Zuschuss, dieser beträgt aber nur 50 Prozent des Betrags für die Regelversorgung. Mit dem Bonus für regelmäßige Zahnarztbesuche lässt sich dieser zwar noch auf maximal 65 Prozent anheben, der Rest wird dem Patienten aber privat in Rechnung gestellt. Umfasst eine Behandlung gleich mehrere Zähne, kann dies schnell sehr hohe Kosten verursachen.

Hier kommt nun die Zahnzusatzversicherung ins Spiel. Die gute Nachricht der Stiftung Warentest: In der aktuellen Untersuchung für ihre Zeitschrift „Finanztest“ schnitten 70 Tarife mit „sehr gut“ ab. Beim Test vor zehn Jahren waren es gerade einmal drei Tarife. Den geteilten ersten Platz mit der Spitzennote 0,5 belegen MAXCARE mit dem Tarif „Exklusiv“ vor der „Bayerische“ und der „HanseMerkur“ (siehe Info Box).

Für einen 43-jährigen Modellkunden reichen die monatlichen Beiträge unter den „sehr gut“ getesteten Tarifen dabei von 9 bis 63 Euro. Versicherte sollten sich aber stets vor Augen halten, dass die Beiträge mit zunehmendem Alter steigen können. Trotzdem können sich Neukunden über eine große Auswahl leistungsfähiger Tarife freuen. Versicherte mit älteren Verträgen sollten prüfen, ob sie sich durch einen Tarifwechsel nicht günstiger versichern können.

Für bereits begonnene Behandlungen gibt es kein Geld

Experten empfehlen den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung im Alter von etwa Mitte 30 bis Mitte 40 Jahren, wenn mit den Zähnen noch alles in Ordnung ist. Stellt der Zahnarzt erst Behandlungsbedarf fest, gilt das für die Versicherer bereits als angefangene Behandlung und ist nicht mehr erstattungsfähig. Noch früher sollten all jene eine Zahnzusatzversicherung abschließen, die eine unfallträchtige Sportart betreiben, familiär mit Zahnproblemen vorbelastet sind oder unter Diabetes leiden.

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