home Sport Ehemaliger Werderaner Max Kruse kehrt nicht nach Bremen zurück

Ehemaliger Werderaner Max Kruse kehrt nicht nach Bremen zurück

Ex-Kapitän Max Kruse wird nicht zu Werder Bremen zurückkehren. Das bestätigte Sportchef Frank Baumann am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen und Tagen damit beschäftigt, aber er will was anderes machen. Wir können damit gut leben“, so Baumann. Wie der Sportchef weiter ausführte, sei es in den Gesprächen mit dem 32-Jährigen neben vertraglichen Dingen unter anderem auch um die „aktuelle Verfassung“ des Stürmers gegangen.

Kruse-Wechsel zu Hertha BSC schon fix?

INFO-BOX:
Stationen von
Max Kruse
Vereine:
2006-2009: W. Bremen II
2007-2009: Werder Bremen
2009-2010: FC St. Pauli II
2009-2012: FC St. Pauli
2012-2013: SC Freiburg
2013-2015: Bor. M'gladbach
2015-2016: VfL Wolfsburg
2016-2019: Werder Bremen
2019-2020: F. Istanbul

Nationalmannschaft:
2006-2007: Deutschl. U19
2007-2008: Deutschl. U20
2008: Deutschland U21
2013-2015: Deutschland
Kruse hatte Bremen 2019 nach drei erfolgreichen Jahren verlassen und war in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul gewechselt. Dort kündigte er Mitte Juni seinen Vertrag wegen ausstehender Gehaltszahlungen. Anschließend erklärte der Angreifer, wieder in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. „Ich werde mich entscheiden müssen. Das wird jetzt auch passieren. Dann sehen wir uns auf jeden Fall in der Bundesliga wieder“, teilte er via Instagram mit. Zuletzt war ein Wechsel zu Schalke 04 bzw. in die Hauptstadt zu Hertha BSC oder Union Berlin im Gespräch. Dem litauischen Journalisten Jonas Navickas zufolge ist die Verpflichtung von Kruse durch die Hertha sogar bereits beschlossene Sache.

In Bremen hat man diese Personalie hingegen nun endgültig zu den Akten gelegt. Zuvor war Sportchef Baumann Fragen nach direkten Verhandlungen mit dem ehemaligen Werderaner stets konsequent ausgewichen. „Natürlich beschäftigen wir uns damit, wenn ein Spieler wie Max mit der Qualität und der Vergangenheit bei Werder auf dem Markt ist.“ Allerdings war dem Klub, der in der abgelaufenen Corona-Saison den Abstieg in die 2. Liga nur in letzter Sekunde verhindern konnte, wichtig, mit welchem Ehrgeiz Kruse die nächsten Jahre angehen wollte. Die Vorstellungen und Erwartungen beider Seiten gingen dabei offenbar in konträre Richtungen, woraufhin Kruse dem Verein einen Korb gab. „Er möchte etwas Anderes als das Gewohnte. Dass er das Umfeld kennt, den Fußball, der gespielt wird, den Trainer“, sagte Baumann. Der Stürmer sei dabei „sehr ehrlich“ gewesen. „Und deshalb wäre es auch für uns kein großes Thema gewesen. Es ist eine Entscheidung, die wir für uns ein Stück weit auch so getroffen hätten“.

Bester Werder-Schütze der Saison 2016/17

Kruses erstes Engagement bei Werder Bremen begann im Januar 2006, wo er zunächst in der zweiten Mannschaft der Bremer eingesetzt wurde und am 29. September 2007 beim 8:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld sein erstes Bundesligaspiel bestritt. Nach Stationen unter anderem in Freiburg, Mönchengladbach und Wolfsburg kehrte der Angreifer im August 2016 nach Bremen zurück. Beim 4:2-Erfolg am 22. April 2017 gegen den FC Ingolstadt erzielte er alle vier Tore. Am Ende der Saison 2016/17 war er mit 15 Treffern bester Torschütze seines Teams. Am 12. Spieltag der darauffolgenden Saison gelang ihm bei 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Hannover 96 nochmals ein Hattrick.

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