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Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger gibt Karriereende bekannt

Bild: wikimedia.org / Hayden Schiff-Flickr / Lizenz: CC BY 2.0

Der frühere Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger beendet seine aktive Karriere. Der 35-Jährige, der mit dem FC Bayern München große Erfolge feiern konnte und mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 Weltmeister wurde, teilte seine Entscheidung heute per Twitter-Nachricht mit. Am Sonntag hatte Schweinsteiger sein letztes Spiel für den US-Club Chicago Fire in der Major League Soccer (MLS) absolviert, wohin er 2017 gewechselt war.

Mit Chicago Fire Playoffs verpasst

„Mein Abschied als aktiver Spieler stimmt mich ein bisschen wehmütig, aber ich freue mich auch auf die spannenden Aufgaben, die mich bald erwarten. Dem Fußball werde ich treu bleiben“, schrieb Schweinsteiger an seine Fans. „Ich danke euch und meinen Mannschaften FC Bayern, Manchester United, Chicago Fire und der deutschen Nationalmannschaft – ihr habt mir diese für mich so unglaubliche Zeit ermöglicht. Und natürlich danke ich meiner Frau Ana Ivanovic und meiner Familie für ihre Unterstützung.“ Mit Schweinsteiger verlässt einer der erfolgreichsten deutschen Spieler die Fußball-Bühne. Als 18-Jähriger stieß er 2002 zum Profikader des FC Bayern München. In seinen 13 Jahren beim deutschen Rekordmeister feierte er insgesamt acht Meisterschaften und sieben Pokalsiege. 2013 setzte er sich mit den Bayern im „deutschen Finale“ in Wembley gegen Borussia Dortmund die Champions League-Krone auf.

INFO-BOX:
Stationen von
Bastian Schweinsteiger
Vereine:
2002-2004: B. München (A)
2002-2015: Bay. München
2015-2017: Man. United
2017-2019: Chicago Fire

Nationalmannschaft:
2000: DE U16
2001-2002: DE U18
2002-2003: DE U19
2004: DE U21
2004-2016: Deutschland
Ein Jahr später krönte er seine Laufbahn mit dem WM-Titel in Rio. Von 2004 bis zu seinem Rücktritt 2016 absolvierte Schweinsteiger 121 Länderspiele und erzielte dabei 24 Tore. Bundestrainer Joachim Löw lobte Schweinsteiger als „einen der größten Spieler, die Deutschland je hervorgebracht hat. Ein großer Spieler, eine große Persönlichkeit. Immer ehrlich, immer empathisch“. Die sportlichen Argumente, eine weitere Saison bei seinem aktuellen Club Chicago Fire dranzuhängen, hielten sich in Grenzen. Das Team aus Illinois gewann sein letztes Saisonspiel vor zwei Tagen zwar mit 5:2 gegen Orlando City, hatte zuvor aber die Teilnahme an den Playoffs vorzeitig verpasst.

Seinem Club bescheinigte Schweinsteiger dennoch großes Potenzial. Der neuerdings alleinige Eigentümer Joe Mansueto wolle „Dinge verändern. Natürlich war nicht alles ideal. Aber ich denke, Joe ist sehr smart und wird die richtigen Entscheidungen treffen“. Unter anderem war bereits zuvor bekannt gegeben worden, dass der Klub in der kommenden Saison wieder im deutlich größeren Soldier Field spielen soll. In seinen 85 Saisonspielen in der MLS erzielte Schweinsteiger, der vor seinem Wechsel in die USA zwei Jahre für Manchester United aufgelaufen war, acht Tore. Wie schon während seiner Münchner Zeit galt der Mittelfeldlenker auch in Chicago als Publikumsliebling.

Löw: Schweinsteiger beim DFB „immer willkommen“

Beim DFB steht die Tür für Schweinsteiger indes weit offen. „Für ihn haben wir immer einen Platz“, sagte Bundestrainer Löw am Mittag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund vor dem anstehenden Testländerspiel am Mittwoch. „Bei uns ist jeder Spieler, der mal in der Nationalmannschaft gespielt hat und das Ziel hat, Trainer zu sein, zum Reinschnuppern immer willkommen – ob bei einem Lehrgang oder auf einer Trainerstelle im U-Bereich.“ Nach Philipp Lahm, Per Mertesacker, Roman Weidenfeller und Miroslav Klose ist Schweinsteiger nun der fünfte Weltmeister von 2014, der einen Schlussstrich unter die aktive Karriere gezogen hat.