home Sport UEFA-Revolution: Kommt nach Nations League auch eigene Weltmeisterschaft?

UEFA-Revolution: Kommt nach Nations League auch eigene Weltmeisterschaft?

Ein neuer Streit zwischen der UEFA und der FIFA bahnt sich an: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin denkt nach Angaben der „Bild“-Zeitung über die Ausrichtung einer eigenen Mini-Weltmeisterschaft nach. Mit dieser Fußball-Revolution geht er auf klaren Konfrontationskurs mit dem Fußball-Weltverband. Die UEFA-WM soll in jedem ungeraden Jahr ausgetragen werden.

Qualifikation soll 2020 starten

INFO-BOX:
FIFA-WM 2018
Die FIFA Fußball-WM 2018 findet vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 in Russland statt. Die Spiele der 32 teilnehmenden Nationen werden in 12 Stadien in elf Austragungsorten gespielt. Eröffnungs- und Endspiel sind im Olympiastadion Luschniki in Moskau vorgesehen.
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Derzeit ist die FIFA allein für die Ausrichtung einer Fußball-Weltmeisterschaft zuständig, die alle vier Jahre stattfindet. Deutschland als amtierender FIFA-Weltmeister will seinen Titel 2018 in Russland verteidigen. Neben dem Plan einer Mini-WM verfolgt die UEFA derzeit außerdem die Idee einer europäischen Nations League. Dabei sollen im kommenden Herbst die vier stärksten europäischen Länder eine Qualifikation mit vier Dreiergruppen ausspielen, die Gruppensieger küren anschließend in einem Turnier im Sommer 2019 den Nations League-Champion.

Doch dies ist der UEFA nun anscheinend nicht genug. Laut „Bild“ könnten den Plänen Ceferins zufolge bereits 2020 an sechs Länderspiel-Terminen von September bis November die entsprechenden Qualifikationsspiele für die UEFA-WM ausgetragen werden. Die Gruppen sollen nicht wie bisher auf die Kontinente beschränkt sein. Deutschland könnte so bereits in der Qualifikation auf Teams wie Ghana oder die USA treffen. 2021 sollen dann die besten acht Mannschaften aus der Qualifikation den Gewinner ausspielen.

UEFA könnte eigene WM schon im Dezember beschließen

Die UEFA hat inzwischen bestätigt, über eine „Weiterentwicklung der UEFA Nations League“ nachzudenken. Zum jetzigen Zeitpunkt sei aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. „In die konstruktiven Diskussionen involviert sind unsere nationalen Verbände, Stakeholder des europäischen Fußballs, alle Konföderationen und natürlich die FIFA, mit der wir eine sehr gute Beziehung unterhalten und die wir von Anfang an in die Diskussionen zu diesem Thema eingebunden haben“, teilte die UEFA nach einem Treffen von Ceferin mit Vertretern der Mitgliedsverbände in Frankfurt am Main mit.

Laut „Bild“ gab es auf allen Kontinenten „positive Signale“ auf Ceferins Idee. So könnten häufigere Spiele großer Nationen gegeneinander den beteiligten Verbänden u.a. deutlich höhere TV-Einnahmen garantieren. Möglicherweise soll schon im Dezember das UEFA-Exekutiv-Komitee über die Pläne Ceferins abstimmen.

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