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Zweites Türkei-Engagement: Lukas Podolski wechselt zu Antalyaspor

Bild: wikimedia.org / TAKA@P.P.R.S / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski steht vor seinem zweiten Engagement in der Türkei. Wie der türkische Erstligist Antalyaspor via Twitter mitteilte, habe man sich über eine Verpflichtung des 34-jährigen Angreifers geeinigt. Bereits von 2015 bis 2017 war Podolski in der Türkei für Galatasaray Istanbul aktiv. Da der Vertrag bei seinem bisherigen Club Vissel Kobe aus Japan Ende des Monats ausläuft, wechselt Podolski ablösefrei.

Antalyaspor kämpft gegen den Abstieg

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu soll der Vertrag von Podolski bis Ende kommender Saison laufen. Der Angreifer wird bei seinem neuen Verein die Rückennummer 11 tragen. Anders als bei seinem ersten Engagement in der Türkei geht es mit Antalyaspor allerdings nicht um die Teilnahme an europäischen Wettbewerben, sondern gegen den Abstieg. Die Mannschaft von Trainer Tamer Tuna steht aktuell mit 14 Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz in der Süper Lig. Am vergangenen Sonntag setzte es gegen Göztepe Izmir eine 0:3-Niederlage.

In seinen drei Jahren bei Galatasaray Istanbul hatte es Podolski in 75 Pflichtspielen auf 34 Tore und 18 Assists gebracht. 2016 wurde er zudem türkischer Pokalsieger. 2017 wechselte Podolski zu Vissel Kobe, wo er in 60 Spielen 17 Tore erzielen konnte und zum Abschied ebenfalls den Pokal holte. Am Samstag hatte der vom Deutschen Thorsten Fink trainierte japanische J-League-Klub bekanntgegeben, dass der Vertrag mit dem gebürtigen Kölner nicht verlängert wird. Auf der Website des Vereins bedankte sich der Rheinländer für die Zeit in der japanischen Hafenstadt. „Ich werde die Unterstützung der Fans mein Leben lang nicht vergessen“, so Podolski.

Rückkehr zum 1. FC Köln nach Karriereende

INFO-BOX:
Stationen von
Lukas Podolski
2003-2006: 1. FC Köln
2006-2009: Bay. München
2007: Bayern München II
2009-2012: 1. FC Köln
2012-2015: FC Arsenal
2015: Inter Mailand
2015-2017: G. Istanbul
2017-2020: Vissel Kobe
2020-: Antalyaspor
Über die sportliche Zukunft Podolskis war in den vergangenen Wochen viel spekuliert worden. Auch ein Karriereende, wie es sein enger Freund Bastian Schweinsteiger im Oktober 2019 bekanntgegeben hatte, stand im Raum. Dieses ist mit seinem erneuten Engagement in der Türkei nun erst einmal verschoben. Wohin es Podolski nach dem Ende seiner Karriere zieht, steht allerdings schon fest: zurück zum 1. FC Köln. Sein Herzensklub gab am Dienstag bekannt, dass man sich auf eine Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014 sowie auf eine Einbindung in den Verein nach dem Ende seiner aktiven Karriere verständigt habe. Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen wird, steht noch nicht fest.

„Lukas ist ein Idol für eine ganze Generation FC-Fans und wird beim FC immer eine offene Tür vorfinden. Wir möchten seine Liebe und seine Strahlkraft für den FC nutzen und Lukas zugleich bei den für ihn bedeutenden und sehr persönlichen Schritten beim Übergang von der aktiven Karriere in die Zeit danach begleiten“, sagte FC-Präsident Werner Wolf. Zuvor hatte der Kölner Publikumsliebling laut dem „Express“ dem Bundesligisten offenbar angeboten, in den nächsten eineinhalb Jahren als Standby-Profi zur Verfügung zu stehen. Dies habe der Verein angesichts der großen Zahl von Angreifern im Kader jedoch abgelehnt.