home Gesundheit, Wirtschaft Salmonellen: Drogeriekette Rossmann ruft Milchnahrung „Babydream“ zurück

Salmonellen: Drogeriekette Rossmann ruft Milchnahrung „Babydream“ zurück

Von der Drogeriekette Rossmann verkaufte Babynahrung könnte mit Salmonellen belastet sein. Das Unternehmen hat deshalb einen Rückruf für Milchnahrung der Marke „Babydream“ gestartet. Hergestellt wurde diese vom französischen Molkereikonzern Lactalis, dessen Produkte in anderen Ländern bereits zu Erkrankungen bei Säuglingen geführt haben sollen.

Produkt zuletzt Mitte 2017 im Sortiment

Betroffen ist aber nur ein Teil der Produkte, wie Rossmann mitteilt. Da Babydream-Lebensmittel schon seit Ende 2016 von einem anderen Unternehmen produziert werden, können Erzeugnisse mit dem Aufdruck „Hergestellt in Deutschland“ ohne Bedenken weiterverwendet werden. Die von Lactalis bezogene Milchnahrung wurde zuletzt Mitte 2017 in den Handel gebracht und damals noch mit „Hergestellt in der EU“ gekennzeichnet.

Babydream-Milchnahrung © rossmann.de / Rossmann

Obwohl in diesem Zusammenhang bisher keine Probleme mit Babydream-Produkten bekannt geworden sind und der französische Hersteller versichert, einwandfreie Ware geliefert zu haben, wolle man bei Rossmann „auf Nummer sicher gehen“. Dies erklärte ein Sprecher der Drogeriekette gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk. Eltern, die Babynahrung mit der EU-Kennzeichnung besitzen, sollen auf den Verbrauch verzichten, das Produkt in eine Filiale bringen und erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons ihr Geld zurück.

Lactalis: Erster Rückruf bereits im Dezember

Schon im Dezember hat Lactalis weltweit Babynahrung zurückrufen müssen, weil diese teilweise mit Salmonellen belastet war. In Frankreich und Spanien werden Erkrankungen bei Babys auf die Produkte des Unternehmens zurückgeführt. Ein weiterer Fall wird derzeit in Griechenland geprüft.

Bei Salmonellen handelt es sich um Bakterien, die sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln und für Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen sorgen können. Der damit einhergehende Verlust von Flüssigkeit und Salzen kann für Säuglinge, Kleinkinder, Kranke und Senioren gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Nierenversagen und Kreislaufkollaps. Bei gesunden Erwachsenen klingen die Krankheitsanzeichen für gewöhnlich nach ein paar Tagen ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.