home Auto ADAC Pannenstatistik 2021: Batterie häufigster Ausfallgrund bei Benzinern und E-Autos

ADAC Pannenstatistik 2021: Batterie häufigster Ausfallgrund bei Benzinern und E-Autos

Beinahe jede zweite Panne, zu der die „Gelben Engel“ des ADAC im vergangenen Jahr gerufen wurden, ging auf eine entladene oder defekte Starterbatterie zurück. Dies geht aus der aktuellen Pannenstatistik hervor, die der Automobilklub am Donnerstag veröffentlichte. Rund 3,4 Millionen Mal waren die Pannenhelfer im ersten „Corona-Jahr“ im Einsatz. Das ist ein Rückgang von rund 400.000 Einsätzen gegenüber 2019. Dies lässt sich unter anderem mit den Bewegungs-Verboten während des ersten Lockdowns in Deutschland erklären.

Schwächelnde Batterien durch ersten Lockdown

Deutlich gestiegen ist hingegen der Anteil der Batterieausfälle an der Gesamtstatistik. Der Wert kletterte auf 46,3 Prozent von 41,8 Prozent im Vorjahr. Insbesondere ab dem Monat März stieg der Wert deutlich an. Dies sei ebenfalls dem ersten Lockdown geschuldet, da die Fahrzeuge in dieser Zeit weniger bewegt wurden, so der ADAC. Einen zweiten Anstieg gab es dann witterungsbedingt nochmals im November. Der gegenteilige Effekt zeigte sich bei den Reifenpannen, die durch die teilweise langen Standzeiten der Fahrzeuge deutlich abnahmen.

Quelle: © ADAC e.V.

Defekte bei den Starterbatterien waren auch bei Elektrofahrzeugen die Pannen-Ursache Nummer Eins, die erstmals in die ADAC Pannenstatistik aufgenommen wurden. Über die Hälfte der Pannen (54 Prozent) gingen hier auf entladene Akkus zurück. Die speziellen Bauteile eines E-Autos wie der Elektromotor, die Ladetechnik oder der Akku selbst erwiesen sich hingegen als sehr zuverlässig. Nicht einmal jeder 20. Einsatz ging darauf zurück (4,4 Prozent). Typische E-Auto-Pannen gibt es also demnach kaum. Allerdings muss hierzu auch erwähnt werden, dass E-Autos in der Regel deutlich jünger als ihre Benzin-Pendants sind. Die Pannenwerte dürften also in den kommenden Jahren mit zunehmendem Alter und Verschleiß steigen.

Kia Ceed unzuverlässigstes Modell

INFO-BOX:
ADAC Pannen-
Statistik 2021
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Insgesamt 109 Fahrzeugreihen von 25 Automarken nahm der ADAC in seiner aktuellen Pannenstatistik unter die Lupe. Herangezogen wurden dabei alle Pannen innerhalb des Jahres 2020, die Fahrzeuge im Alter von drei bis zehn Jahren betrafen und die in mindestens einem der Zulassungsjahre mindestens 10.000 Mal verkauft wurden. 40 der 109 Modellreihen zeigten sich im Pannenjahr sehr zuverlässig. Das heißt aber auch umgekehrt: Bei mehr als der Hälfte der Fahrzeuge auf deutschen Straßen ergibt sich ein gemischtes Bild mit Höhen und Tiefen.

Den unrühmlichen ersten Platz bei der Unzuverlässigkeit belegte dabei der zehn Jahre alte Kia Ceed. Nur die jüngsten Modelle des Koreaners zeigen sich nahezu pannenfrei. Über alle Baujahre hinweg machten dem Fahrzeug aus der unteren Mittelklasse vor allem Batterie, Anlasser, Kraftstoffpumpe, Steuerkette und Zündkerzen zu schaffen. Anfällig zeigten sich zudem der Hyundai i20, Seat Alhambra, VW Sharan, Smart Forfour, Opel Insignia, Nissan Qashqai, Ford S-Max sowie die Renault-Modelle Kangoo und Rapid.

Audi, BMW und Mercedes können glänzen

Zu den Gewinnern der Pannenstatistik des vergangenen Jahres zählen hingegen auffallen viele Fahrzeugmodelle der Marken Audi und BMW. Bei Audi heißen die Zuverlässigkeitssieger A3, A4, A5, Q3 und Q5. Gibt es einmal Probleme, tauchen diese bei älteren A1 häufig beim Zündkabel auf, beim Q5 sind vermehrt die Einspritzdüsen auffällig. Bei BMW haben sich hingegen die 1er, 2er, 3er, 4er, X1, X3 und Mini so gut wie nicht zuschulden kommen lassen. Knapp hinter den Spitzenreitern rangieren die Mercedes-Modelle A, CLA, GLA, C-Klasse, GLC und GLK. Überraschungskandidaten im positiven Sinn sind der Fiat Punto sowie der Dacia Sandero. Selbst hochbetagte Modelle des Punto (rund zehn Jahre) weisen nur wenige Pannen auf. Und der Dacia Sandero beweist, dass besonders günstig konstruierte Modelle nicht zwangsläufig zu den Liegenbleibern gehören müssen.

Zu der Masse der relativ unauffälligen Modelle zählen außerdem noch das Kleinwagen-Trio Seat Ibiza, Skoda Fabia und VW Polo. Auch der Golf tritt im Vergleich zu seinen Konkurrenten Ford Focus und Opel Astra kaum pannentechnisch in Erscheinung. Wobei der Astra nicht nur – im Vergleich zum Focus – im höheren Alter, sondern über alle Baujahre hinweg schwächelt. Auch hier Ausfallursache Nummer Eins: die Batterie.

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