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Gebühren: Postfächer kosten ab 1. März auch für Bestandskunden 19,90 Euro pro Jahr

Für Inhaber von Postfächern ändern sich ab 1. März die Nutzungsbedingungen. Nachdem die Post schon im vergangenen Jahr begann, Neukunden für die Bereitstellung zur Kasse zu bitten, werden die Briefkästen ab kommendem Monat für alle kostenpflichtig.

Bisher nur Einrichtung kostenpflichtig

INFO-BOX:
Postfach
In Deutschland gibt es Postfächer seit dem Jahr 1901. Aktuell unterhält die Deutsche Post AG in ihren rund 12.500 Niederlassungen etwa 930.000 Postfächer.
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Die Post begründet den Wechsel vom kostenlosen zum kostenpflichtigen Modell mit gestiegenen Ausgaben. Das Unternehmen reagiert demnach auf Mietpreiszuwächse für Immobilien in Innenstadtlagen sowie höhere Kosten bei der Instandhaltung und für Strom, die beim Betrieb der Postfächer anfallen. Daran sollen sich Kunden künftig mit 19,90 Euro im Jahr beteiligen. Bisher hatte man nur die Einrichtung mit einer einmaligen Gebühr von 15 Euro berechnet.

Aktuell gibt es etwa 818.000 Postfächer in Deutschland, die zum großen Teil von Gewerbetreibenden genutzt werden. Diese versprechen sich eine schnellere und sichere Zustellung von Briefen. Da der Schriftverkehr auch im geschäftlichen Bereich im häufiger auf elektronischen Wegen stattfindet, sinkt das Interesse an Postfächern wie auch das Briefaufkommen aber seit Jahren kontinuierlich. Genaue Zahlen dazu nennt das Unternehmen nicht.

Gebühren vor mehr als 30 Jahren abgeschafft

Die Erhebung von Gebühren auf Postfächer ist keine neue Idee. Schon in den 1970er Jahren wurden die Kunden dafür zur Kasse gebeten. Damals verlangte das noch staatliche Unternehmen 12 D-Mark im Jahr. Anfang der 80er Jahre entschied man sich für die Abschaffung. Dank der jetzt beschlossenen Wiedereinführung kann der Konzern mit Mehreinnahmen in Höhe von etwa 16 Millionen Euro jährlich rechnen.

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Ralf Schmidl

Als Politologe und Online-Redakteur kümmert sich Ralf auf News-Mag in erster Linie um die Bereiche Politik und Wirtschaft. Aber auch zu Lifestyle-Themen wie Smart Living, Car-Trends oder Verbraucherschutz steuert er regelmäßig Artikel auf News-Mag bei.

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