home Sport Ehemaliger Nationalspieler Mats Hummels wechselt für 38 Millionen Euro zurück zu Borussia Dortmund

Ehemaliger Nationalspieler Mats Hummels wechselt für 38 Millionen Euro zurück zu Borussia Dortmund

Bild: wikimedia.org / Danilo Borges/copa2014.gov.br / Lizenz: CC BY 3.0

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Mats Hummels wechselt von Bayern München zurück zu Borussia Dortmund. Beide Clubs teilten mit, dass man sich grundsätzlich auf die Wechselmodalitäten geeinigt habe. Um den Transfer endgültig in trockene Tücher zu bringen, muss Hummels noch den obligatorischen Medizincheck in Dortmund erfolgreich absolvieren.

Watzke: „Wir wollen Meister werden!“

Über die genauen Transfermodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Medienberichten zufolge soll die Ablösesumme inklusive erfolgsabhängiger Bonuszahlen bei 38 Millionen Euro liegen. Hummels erhält in Dortmund einen Vertrag bis 2022. Nach Angaben der „Bild“ sei die Einigung bei einem Treffen zwischen Bayerns Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke am gestrigen Dienstag auf Sylt erzielt worden. Der 30-jährige Hummels war 2016 nach mehr als acht Jahren für 35 Millionen Euro von Dortmund nach München gewechselt. Hier hatte er bereits von 1995 bis Anfang 2008 gespielt. Sein Vertrag beim deutschen Meister lief noch bis 2021. Nach Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Nico Schulz (TSG Hoffenheim) und Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) ist Hummels der vierte Großeinkauf des BVB, die sich der Vizemeister der abgelaufenen Saison zusammen rund 115 Millionen Euro kosten ließ.

INFO-BOX:
Stationen von
Mats Hummels
1995-2006: FC Bayern München (Junioren)
2005-2008: FC Bayern München II
2007: FC Bayern München
2008-2016: Borussia Dortmund
2016-2019: FC Bayern München
2019-: Borussia Dortmund
In Dortmund kann Hummels nun als Führungsspieler in der BVB-Innenverteidigung neben jungen Spielern wie Manuel Ankanji (23), Abdou Diallo (23) und Dan-Axel Zagadou (20) für zusätzliche Stabilität sorgen. Bei der Vergabe der Rückennummern für die kommende Saison hatte der Verein schon die „15“ für Hummels reserviert. Die sportlichen Ziele hatte BVB-Boss Watzke kürzlich in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ bereits abgesteckt. „Wir spüren eine Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Mit Hummels hatte Borussia Dortmund 2011 die Meisterschaft und ein Jahr später sogar das Double geholt. Seitdem wurde nur noch der FC Bayern Meister. Dieser hat mit den Transfers von Benjamin Pavard (VfB Stuttgart, 35 Millionen) und Lucas Hernández (Atlético Madrid, 80 Millionen) ebenfalls bereits die 100 Millionen Euro-Marke geknackt.

Hummels muss beim BVB auf Geld verzichten

Der in Bergisch Gladbach geborene Hummels muss nach Medienberichten empfindliche Abstriche beim Gehalt machen. Das dürfte ihn aber nicht sonderlich stören, zumal sein Verhältnis zum BVB trotz seines Wechsels zum Rivalen aus München stets gut war. So betonte Watzke seinerzeit, Hummels sei bei der Borussia immer extrem willkommen. Dortmund hat mit Rückholaktionen bisher zwiespältige Erfahrungen gemacht. Andreas Möller und Marco Reus wurden zu Team-Leadern, während Spieler wie Nuri Sahin und Shinji Kagawa floppten. Bei Mario Götze, der 2016 nach drei durchwachsenen Bayern-Jahren wieder zum BVB zurückkehrte und danach lange ausfiel, steht ein endgültiges Urteil noch aus.