home Sport Gladbach-Trainer Marco Rose wechselt im Sommer zu Borussia Dortmund

Gladbach-Trainer Marco Rose wechselt im Sommer zu Borussia Dortmund

Nach zwei Jahren verlässt Marco Rose den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Wie der Verein heute bekanntgab, wechselt der 44-Jährige zur kommenden Saison zu Ligakonkurrent Borussia Dortmund. Auch Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte den Transfer inzwischen. Rose macht von einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2022 laufenden Vertrag Gebrauch. Danach muss Dortmund eine Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro nach Gladbach überweisen. Nach Angaben der „Sport Bild“ soll Rose in Dortmund einen Dreijahresvertrag erhalten.

Eberl: Vertragsklausel macht vorzeitigen Wechsel möglich

„Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche miteinander geführt, in denen es um die Zukunft von Marco ging“, sagte Gladbach-Sportdirektor Max Eberl. „Leider hat er sich nun entschieden, dass er von einer Klausel in seinem bis 2022 laufenden Vertrag machen und im Sommer zu Borussia Dortmund wechseln möchte“. Bis dahin wolle man gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um die gesteckten Ziele in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League zu erreichen, so Eberl weiter.

Nach Angaben von „kicker“ und „Bild“ hat Rose die Entscheidung ebenfalls am Montag seiner Mannschaft mitgeteilt. Er galt schon länger als Favorit auf den Cheftrainer-Posten beim BVB, wollte sich aber in den letzten Wochen nicht konkret zu seiner Zukunft äußern. Die lauter werdende Kritik an dieser zögerlichen Haltung veranlassten Rose und den Klub nun offenbar, die Spekulationen zu beenden. In Dortmund soll Rose Edin Terzic beerben, der erst am 13. Dezember vergangenen Jahres den glücklosen Lucien Favre abgelöst hatte.

Kohfeldt, Glasner und Hütter auf Gladbach-Wunschliste

INFO-BOX:
Trainer von Borussia
Dortmund seit 2000
2000-2004: M. Sammer
2004-2006: B. van Marwijk
2006-2007: Jürgen Röber
2007-2008: Thomas Doll
2008-2015: Jürgen Klopp
2015-2017: Thomas Tuchel
2017: Peter Bosz
2017-2018: Peter Stöger
2018-2020: Lucien Favre
2020-2021: Edin Terzic
ab Sommer 2021: M. Rose
„Wir freuen uns sehr auf ihn“, sagte Watzke über Rose. Mit allem anderen wolle man sich beim BVB Zeit lassen. „Mehr gibt es momentan nicht zu sagen, das tun wir, wenn Marco Rose hier seinen Job antritt. Das gebietet der Respekt vor allen Beteiligten“. Wer Nachfolger des gebürtigen Leipzigers bei Borussia Mönchengladbach wird, steht noch nicht fest. Als Kandidaten werden vor allem Florian Kohfeldt (Werder Bremen), Jesse Marsch (Red Bull Salzburg), Oliver Glasner (VfL Wolfsburg) und Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) gehandelt. Außenseiterchancen werden auch dem früheren Bayern-Spieler Mark von Bommel eingeräumt, der mit der PSG Eindhoven in der Champions League spielte und ein Engagement in der Bundesliga anstrebt.

Rose muss mit seinem aktuellen Team am Mittwoch in der Fußball-Königsklasse gegen Manchester City antreten. Das Spiel findet wegen der verschärften deutschen Einreisebedingungen im Zuge der Corona-Pandemie in Budapest statt. Auch in der Bundesliga spielt Mönchengladbach oben mit. Nach Platz vier in der Vorsaison steht das Team derzeit mit sechs Punkten Rückstand auf einen Champions-League-Platz auf Tabellenplatz sieben.

Rose in Mainz unter Jürgen Klopp aktiv

Nicht so rosig sieht es derzeit bei der Borussia aus Dortmund aus. Von den letzten sechs Bundesligaspielen konnte der BVB nur eines gewinnen, drei der Partien gingen verloren. Von 30 möglichen Bundesliga-Punkten holten die Schwarz-Gelben in der Ägide Terzic lediglich 14 Zähler. Trotz dieser schwachen Bilanz ist man aber im Klub fest entschlossen, an dem 38 Jahre alten Deutsch-Kroaten bis Saisonende festzuhalten.

Marco Rose war im Sommer 2019 von Red Bull Salzburg als Nachfolger von Dieter Hecking an den linken Niederrhein gewechselt. Mit den Mozartstädtern wurde er 2018 österreichsicher Meister, 2019 holte er sogar das Double. 2017 hatte er mit den Salzburger A-Junioren die Youth League gewonnen. Als Profi spielte Rose unter anderem beim 1. FSV Mainz 05 unter Trainer Jürgen Klopp.