home Sport RB Leipzig: Nationalstürmer Timo Werner wechselt für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea

RB Leipzig: Nationalstürmer Timo Werner wechselt für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea

Nationalstürmer Timo Werner wechselt von RB Leipzig zum FC Chelsea. Wie der englische Spitzenklub heute bekanntgab, hat Werner bereits einen Vertrag bis 2025 unterzeichnet. In seinen bei Leipzig ursprünglich noch bis 2023 laufenden Vertrag hatte sich der 24-Jährige eine Ausstiegsklausel in Höhe von 53 Millionen Euro einbauen lassen. Der neue Vertrag bei den „Blues“ lässt Werner mit mehr als zehn Millionen Euro pro Saison zum Topverdiener aufsteigen. Damit löst er seinen Nationalmannschafts-Kollegen Leroy Sané als teuersten deutschen Fußballer der Geschichte ab.

Keine Spiele mehr für Leipzig in der Champions League

„Ich freue mich, bei Chelsea unterschrieben zu haben, es ist ein sehr stolzer Moment für mich, Teil dieses großartigen Klubs zu werden“, verkündete der Nationalspieler über die Kanäle seines neuen Arbeitgebers. Es sei schon immer sein Traum gewesen, „einmal in der Premier League, der stärksten Liga der Welt“ zu spielen. Gleichzeitig dankte er auch seinem bisherigen Verein und den Leipzig-Fans für „vier fantastische Jahre. Ihr werdet immer in meinem Herzen sein“.

Seine beiden letzten Spiele für Leipzig wird Werner am 20. Juni gegen Borussia Dortmund und eine Woche später gegen den FC Augsburg bestreiten. An der für Ende August terminierten Endrunde um die Champions League will der Angreifer für Leipzig nicht mehr teilnehmen, wie RB-Sportdirektor Markus Krösche bestätigte. „Es ist die Entscheidung von Timo, die wir so akzeptieren und respektieren müssen“. Der Stürmer wolle sich stattdessen im August „mit Chelsea auf die Premier League vorbereiten“.

VfB Stuttgart erhält sechs Millionen vom Transfererlös

INFO-BOX:
Stationen von
Timo Werner
Vereine:
2013-2016: VfB Stuttgart
2014: VfB Stuttgart II
2016-2020: RB Leipzig
2020-: FC Chelsea

Nationalmannschaft:
2012-2013: Deutschl. U17
2013-2015: Deutschl. U19
2015-2016: Deutschl. U21
2017-: Deutschland
RB Leipzig steht bereits im Viertelfinale der Champions League, Chelsea muss noch zum Rückspiel gegen den FC Bayern München antreten. Das Hinspiel hatten die Londoner 0:3 verloren. Für seinen neuen Arbeitgeber ist Werner im laufenden Wettbewerb nach einer Entscheidung der UEFA vom Mittwoch nicht spielberechtigt. Die für den Nationalspieler erzielte Ablösesumme kann RB Leipzig nicht komplett in neue Spieler investieren. Zum einen habe man durch die Corona-Pandemie eine spezielle Situation und müsse extrem auf das Geld achten, so Krösche. Zudem erhält Werners Ausbildungsverein VfB Stuttgart rund sechs Millionen Euro aus dem Transfererlös.

Leipzig will Werner nicht zwingend eins zu eins ersetzen. Timo hatte eine „unfassbare Quote. Wir werden das sicher über das Kollektiv kompensieren, vielleicht mit zwei Spielern. Wir sind vorbereitet“, sagte Krösche. Ein möglicher Kandidat für den RB-Angriff ist Milot Rashica von Werder Bremen, der im Falle eines Abstiegs der Norddeutschen für etwa 15 Millionen Euro zu haben wäre. Zudem will der Verein die ausgeliehenen Patrik Schick (AS Rom) und Angelino (Manchester City) fest verpflichten.

Werner hatte auch mit dem FC Liverpool geliebäugelt

Nach Medienangaben fiel Werners Entschluss für Chelsea auch durch die ihm von Coach Frank Lampard entgegengebrachte enorme Wertschätzung. So war der ehemalige Chelsea-Profi bereits vor der Corona-Krise zu einem persönlichen Gespräch nach Leipzig gereist, dazu habe man häufig telefoniert. Lampard will bei Chelsea um das neue Gesicht Werner ein junges Team aufbauen. Allerdings hatte der Angreifer auch keinen Hehl daraus gemacht, dass ihn auch Champions League-Sieger FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp reizen würde. Bei den „Reds“ hätte der Stürmer allerdings keine Einsatzgarantien gehabt, wie jetzt noch unter Julian Nagelsmann oder zukünftig bei Lampard.

Bei Chelsea trifft Werner zudem mit Antonio Rüdiger einen Spielerkollegen wieder, den er schon aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten kennt. Dort wurde Werner ausgebildet und absolvierte auch seine ersten Bundesligaspiele. Nach dem Abstieg der Stuttgarter 2016 verließ der Schwabe seine Heimat und wechselte für 14 Millionen Euro nach Leipzig, für die er in 157 Spielen 93 Tore schoss und 40 weitere vorbereitete.

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